Die Geschichte der Feuerwehr Stadtoldendorf

– Die Anfänge: 1873 bis 1924 –

1873
Das Ende des Jahres 1872 war erfüllt mit Vorbesprechungen, es wurden Satzungen vorbereitet und Listen von Bürgern erstellt, die für den Feuerwehrdienst in Frage kamen. Am 6.Januar 1873 fanden sich im Saal des Ratskellers eine große Anzahl von Bürgern zusammen, die sich bereit erklärten, falls ein Feuer in der Stadt oder deren Umgebung ausbrach, ohne Stand und Ansehen des Betroffenen Feuerhilfe zu leisten. In dieser Versammlung wurde die Freiwillige Feuerwehr Stadtoldendorf gegründet. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass durch die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr die alten Pflichten der Bürger mit einem Schlag ungültig waren. Es fanden sich eine große Anzahl der Bürger bereit, in die Feuerwehr einzutreten. Bei der Gründung zählte der Schriftführer 64 eingetragene Mitglieder. Für die 2.206 Einwohner zählende Stadt war die Einrichtung einer Feuerwehr mit großen finanziellen Belastungen verbunden. Die enormen Anschaffungen, die notwendig waren, haben dem Stadtmagistrat damals große Sorgen gemacht. Der Direktor der Feuerlöschanstalten, Reuter, zu Braunschweig wurde konsultiert und gebeten, eine Aufstellung der Geräte für die Größenordnung der Stadt Stadtoldendorf vorzunehmen. Man wollte nun, wie es so schön in den Akten heißt, Nägel mit Köpfen machen und die Einrichtungen und Ausrüstungen neu und modern gestalten. Es kam zu einer Kostenrechnung von 2.520 Reichstalern. Eine Summe, die für die Stadt fast unmöglich aufzubringen war. Dennoch wurde durch das herzogliche Ministerium ein Zuschuss gewährt, der sich auf 1.200 Reichstaler belief. Man wagte diesen großen Schritt und das Leben der Freiwilligen Feuerwehr begann. Als erster Hauptmann wurde der Kaufmann Hermann Haeseler gewählt. Am 9.Dezember 1873 ernannte der Stadtmagistrat den Brauereibesitzer Carl Armbrecht zum Branddirektor der Stadt. Er sollte die Vorbereitungen treffen, die für das nächste Jahr vorgesehen waren und stand somit an der Spitze des Feuerwehrwesen in Stadtoldendorf. Der Aufbau ging nun zügig voran und schon 1874 wurde, man hatte doch bemerkt, dass die Freiwillige Feuerwehr nicht ausreichte, eine Pflichtfeuerwehr aufgestellt.

1874
Die Feuerwehr in Stadtoldendorf, mittlerweile auf 76 Mann angestiegen, wurde nun zügig aufgebaut und man gab sich viel Mühe, diese auch gut mit den dazugehörenden Mitteln auszurüsten. Als man erkannte, dass die Feuerwehr für den Feuerschutz nicht ausreichte, wurde noch eine Pflichtfeuerwehr aufgestellt. Die Männer der Pflichtfeuerwehr wurden nach einem ausgearbeitetem Gesetz über das Feuerhilfswesen von der Stadt ausgesucht und bestellt. Es konnte sich für diesen Pflichtdienst kein Bürger freikaufen, es sei denn, er war krank und gebrechlich. Jeder Bürger vom 18. bis zum 55. Lebensjahr konnte zum Feuerwehrdienst herangezogen werden, Die FFw stellte einen Steigerzug, den 1., 2. und 4. Spritzenzug. Die Pflichtfeuerwehr stellte den 3., 4. und 5. Spritzen zu.

1875
Nach einer aufgestellten Statistik betrug das Inventar der Feuerwehr schon in diesem Jahr:
Freiwillige Feuerwehr : 76 Mann; Pflichtfeuerwehr : 66 Mann. Vorhanden waren ferner 320m Schläuche, 4 Spritzen, 2 ohne Saugwerk, 1 Gerätewagen mit Zubehör,1 Schiebeleiter für den Steigerzug von 12m Länge, 105 lederne Feuerwehreimer, 2 Feuertubben auf Schlittenkufen zur Wasserbeförderung an die Brandstelle. Ferner war noch ein Rettungssack angeschafft worden. Es wurde auch in diesem Jahr eine Ordnungsmannschaft aufgestellt. Die Stärke dieser Mannschaft betrug 150 Mann. Die Männer der Ordnungsmannschaft bekamen weiße Armbinden, die mit Nummern versehen waren. Sie Hatten die Aufgabe, bei einem Brand die Brandstelle abzusperren, um den Schaulustigen den Weg zur Brandstelle zu versperren und dadurch der Feuerwehr die Arbeit zu erleichtern. Ferner sollten sie im Notfall etwaige Lücken in den Reihen der Feuerwehr auffüllen.

1876
Das Jahr 1876 war für die Feuerwehr ein schwarzes Jahr. Bei einem Großbrand in der Kirchstraße brannte eine ganze Häuserreihe mit 6 Häusern auf einmal nieder. Der Grund war wieder Wassermangel. Trotz herbeigeeilter auswärtiger Wehren brannten die Häuser völlig nieder. Dieser Brand hatte noch ein Nachspiel für den Bürgermeister von Arholzen. Er wurde bestraft, weil er der nachbarschaftlichen Löschhilfe nicht nachkam und seine Feuerwehr zu Hause behielt. Nach diesem Brand entschloss man sich, nunmehr eine Wasserleitung vom Holzberg her zu bauen.

1877
In diesem Jahr wurde auf Vorschlag der Bezirkswehren der Branddirektor Carl Armbrecht zum Bezirkshauptmann ernannt. Damit war der Startschuss für die Gründung einer Bezirksfeuerwehr gegeben. Alle dem Amtsbezirk Stadtoldendorf angehörenden Dörfer gehörten nunmehr diesem neuen Bezirk an, der wiederum dem Verband des Kreises Holzminden angehörte. Dieser nannte sich Kreisfeuerwehrverband. Am 5. und 6. Juli 1877 fallen wieder 2 Häuser im Pikenhagen dem Feuer zum Opfer, ebenfalls 4 Häuser im Burgtor. Am 19.August 1877 fand in Stadtoldendorf ein Amtfeuerwehrtag statt. Für die Stadtoldendorfer Wehr war dieses eine große Ehre. Die Tagung fand im Hotel Hemme statt und dauerte 2 Tage.

1879
In diesem Jahr ist wieder ein Regierungswechsel in beiden Feuerwehren zu verzeichnen. Der Gerbereibesitzer Ravior wird zum neuen Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr ernannt, und der Kaufmann R. Wigand übernimmt den Posten des Hauptmanns bei der Pflichtfeuerwehr. Die Wasserleitung , die nun gebaut und in diesem Jahr endlich fertiggestellt ist, wird der Feuerwehr zum Gebrauch übergeben. Auch eine Einweisung in die Hydranten findet statt.

1881
Laut Bericht der Kreisdirektion bestehen im Kreis Holzminden 55 Freiwillige Feuerwehren mit 518 Mann und 3.266 Mann bei den Ordnungsmannschaften, 53 Spritzen mit Saugwerk und 36 ohne Saugwerk. Die Dörfer waren im allgemeinen, was Feuerwehr anbelangt, arm dran. Die Alarmierung macht der Führung auch weiterhin große Sorgen. Man schlägt vor, dass die Nachtwächter zusätzliche „Hupen“ erhalten, womit bei einem Brand alarmiert werden soll. Es handelt sich hierbei um ähnliche Dinger wie sie später an den Autos bzw. Motorrädern angebracht waren.

1883
Man ist bemüht, die Ausrüstung der Feuerwehr weiter voranzutreiben. Darum werden Pläne unterbreitet, nach denen man bemüht ist, einen Mannschaftswagen für die Feuerwehr zu beschaffen. Es handelt sich um ein Fahrzeug, pferdebespannt und mit seitlichen Sitzbänken für die Wehrmänner, in der Mitte ist eine Spritze eingebaut. Ein langwieriger Schriftwechsel mit verschiedenen Versicherungen verläuft aber ergebnislos im Sande und so wird das Vorhaben, da es für die Stadt allein finanziell nicht zu schaffen ist, mit großem Bedauern fallen gelassen.

1888
In diesem Jahr tritt der Kommandeur der Gesamtfeuerwehr, Carl Armbrecht, zurück und sein Nachfolger wird der Kaufmann Hermann Thiel. Auch wurden im Laufe des Jahres neue Joppen angeschafft. Ferner wird beschlossen, dass die Brandwachen künftig umschichtig von den einzelnen Zügen gestellt werden und diese sich untereinander verständigen sollen.

1889
In diesem Jahr erscheint in den Akten ein neuer Bürgermeister. Sein Name ist Klügel. Dem alten Bürgermeister Seebaß wird zum seinem 50-jährigen Bürgermeister-Jubiläum von der Gesamtfeuerwehr ein Fackelzug dargebracht.

1893
Das 20-jährige Jubiläum wird als Stiftungsfest gefeiert. Das Feste feiern scheint der Feuerwehr besonders zu liegen, denn aus den Akten geht hervor, dass man sich immer große Mühe mit den Vorbereitungen gab.

1895
Von der Stadt wird der Feuerwehr eine Rauchmaske und ein Rettungsgürtel mit Seil und Bremse Übergeben. Es handelte sich hierbei um neue Geräte und man kann daran erkennen, dass man seitens der Stadt bemüht war, auch mit den Neuheiten immer Schritt zu halten, allerdings nur soweit es im Rahmen des finanziell Möglichem lag.

1898
Der Kommandeur der Gesamtfeuerwehr, Hermann Thiel, tritt wegen Krankheit zurück. Sein Nachfolger wird der Hauptmann der Pflichtfeuerwehr, R. Wigand. Der Lehrer Deumeland wird Adjutant des neuen Kommandeurs. Wie man aus den Akten ersehen kann, setzt nun ein straffes Regiment ein.

1899
Für die Stadt wird eine bessere Alarmierung beantragt und in Zukunft , 10-15 Minuten, mit der Feuerglocke zu stürmen. Auch werden in jedem eingeteilten Bezirk außerdem noch Hornisten entsandt, die Signal blasen sollen.

Das neue Jahrhundert 1900 –1925

1900
Das neue Jahrhundert sollte auch der Feuerwehr viel Schicksal bescheren. Brach doch mit ihm das Jahrhundert der Kriege herein, von denen der erste Weltkrieg auch der hiesigen Feuerwehr manche Lücke in die Reihen riss. Aber der Aufbau und die Verbesserungen brachten der Feuerwehr immer neue Aufgabengebiete. Der Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr, Friedrich Uhden, verstarb. Man beschließt, in Zukunft einen Reservefond zu bilden, um bei etwaigen Unglücksfällen den Angehörigen eine schnelle Unerstützung zu gewähren und einen betrag von 400 Mark an die Betreffenden zu zahlen. Auch wird der Vorschlag gemacht, ob es nicht zu erreichen wäre, über Winter theoretische Kurse für alle Feuerwehrmänner abzuhalten. Dieser Vorschlag wird sehr begrüßt und man verspricht, die Sache sofort in Angriff zu nehmen.

1901
Der Gärtner Joseph Reinecke wurde zum Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr ernannt. Im laufenden Jahr wurde die Werksfeuerwehr der Firma A.I. Rothschild & Söhne der Gesamtfeuerwehr unterstellt. In diesem Jahr wurde auch eine neue „Drehleiter“ von der Firma MAGIRUS, Ulm, beschafft. Es handelt sich um eine fahrbare, auf zwei Holzrädern ruhende mechanische Drehleiter von 18m Länge. Nun erscheint zum ersten Mal in den Akten ein Spielmannszug der Feuerwehr, für den Instrumente gekauft und übergeben werden.

1903
Dieses Jahr feiert man das 30-jährige Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr.

1906
Es ist wieder ein größerer Brand im Pikenhagen, der in den Akten besonders erwähnt wird. Man beklagte, das die Ordnungsmannschaften total versagt haben und man sich mit der Absicht trägt, die Ordnungsmannschaften ganz aufzulösen und durch uniformierte Feuerwehrleute zu besetzen.

1910
Die Stadt wird gebeten, einen Steigerturm mit Schlauchturm auf dem Kirchplatz zu errichten und möglichst auch noch Räumlichkeiten für die anderen Geräte. Dass dieser Wunsch im selben Jahr noch erfüllt wurde, hatte einen besonderen Hintergrund. Die Freiwillige Feuerwehr erhält nämlich den ehrenvollen Auftrag, den 40.Braunschweigischen Landesfeuerwehrtag auszurichten.

1911
Dieser Sommer litt sehr unter Dürre und es wurde der Feuerwehr untersagt, Übungen mit Wasser durchzuführen. Sämtliche Übungen sollten deshalb auf trockenem Wege durchgeführt werden.

1913
Der Hauptmann Louis Hemme nimmt in diesem Jahr als Delegierter am Deutschen Feuerwehrtag in Leipzig teil. Es werden erneut Verhandlungen über eine kombinierte elektrische Feuerspritze geführt. Da in diesem Jahr wieder eine Feier ansteht, 40-jähriges Bestehen der Feuerwehr, wird der Festausschuss mit den Vorbereitungen für den 12.Januar beauftragt.

1914
1.August abends 5 Uhr 15, Mobilmachung! Es ist Krieg. Mit ihm begann auch für die Feuerwehr unserer Stadt eine böse Zeit. Wurden doch laufend Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst eingezogen und man hatte Last, die immer neuen Lücken zu schließen.

1915
Da die Einberufungen anhalten, wird eine sogenannte Kriegsfeuerwehr aufgestellt. Diese wurde laufend ergänzt, da auch nun noch immer wieder Lücken geschlossen werden mussten. Man entschloss sich, die Ordnungsmannschaften mit in die Züge der Feuerwehr einzureihen. Nur so war es möglich, die Kriegsjahre einigermaßen zu überstehen.

1918
Endlich war in deutschen Lande wieder Frieden eingezogen. Alles lag hernieder. Für die Führung der Feuerwehr gab es nur einen Neubeginn. Eine große Anzahl der Mitglieder war aus dem Krieg nicht mehr heimgekehrt.

1919
Zunächst musste für beide Feuerwehren ein neuer Hauptmann ernannt werden. Die Freiwillige Feuerwehr wählte den Buchhalter Ludwig Wöhler, und die Pflichtfeuerwehr wählte den Bürgerschullehrer Gleitz. Nach einer Statistik waren noch vorhanden: 60 Hydranten, 1 Magirus-Leiter, 3 Schlauchwagen, 3 Tubben, 1 Leiterwagen, 3 fahrbare Spritzen, 750m Schlauch 77 Mann Freiwillige Feuerwehr, 51 Mann Pflichtfeuerwehr und 96 Mann Ordnungsmannschaft.

1921
Ab 1921 muss einer Verordnung zufolge bei jeder Veranstaltung eine Feuerwache gestellt werden. Dies ist wieder eine neue Aufgabe für die Feuerwehr. Außerdem ordnet der Kommandeur Kiehne an, in Zukunft sämtliche Übungen für das ganze Jahr im voraus festzulegen. Den Akten nach hat sich dieser Vorschlag bewährt und man hat gleich jedes mal ein Übungsobjekt festgelegt.

1922
Anlässlich einer Übung wird ein Minimax-Gerät vorgeführt, welches durch seine besondere Wirkung einen guten Eindruck hinterlässt. Auf der Generalversammlung wird eine Sammlung für den Bau eines Feuerwehrerholungsheimes in Harzburg durchgeführt.

1923
In diesem Jahr wird die Feuerwehr 50 Jahre alt. Dies wäre gewiss ein großer Anlass zum Feiern gewesen, aber leider war infolge der Inflation eine Feier nicht möglich. Dennoch wollte man das Jubiläum nicht ohne Gedenken vorübergehen lassen und es wurde ein Familienabend abgehalten.

1924
Wieder einmal Führungswechsel: Kommandeur: Ludwig Wöhler, Freiwillige Feuerwehr: Otto Behrens, und Pflichtfeuerwehr: Hermann Schünemann.

– Die Kriegsjahre: 1927 bis 1959 –

1927
Das Jahr war mit dem Ausbau der Wehren beschäftigt, deren Schlagkraft nun immer mehr gefördert wurde. Auch ist wieder eine gute Zusammenarbeit zwischen allen drei Gruppen vorhanden. Zum neuen Führer der Ordnungsmannschaft wird August Bruno gewählt.

1929
Die Zusammenarbeit aller Gruppen ist sehr gut. Es werden ständig Übungen abgehalten, um alle Männer mehr und mehr an ihre Posten zu gewöhnen. Zum neuen Führer der Ordnungsmannschaften wählt man Heinrich Adam.

1930
Die schlimmsten Jahre nach dem 1. Weltkrieg sind überstanden und es hat den Anschein, dass es langsam wieder vorangeht. Anlässlich eines Brandes in der Gipsfabrik der Firma Otto Mittendorff, bei dem das Fehlen von Rauchschutzmasken als sehr unangenehm empfunden wurde, stiftete der Besitzer als Anerkennung der guten Leistung der Freiwilligen Feuerwehr 2 Rauchschutzmasken mit dem Wunsch, dass sie der Feuerwehr in Zukunft recht gute Dienste Leisten mögen.

1931
Dieses Jahr ist für die Geschichte der Feuerwehr von großer Bedeutung. Alle drei Gruppen, Freiwillige, Pflichtfeuerwehr und Ordnungsmannschaft haben die ganzen Jahre gut zusammengearbeitet. Gemäß einer Verfügung der Kreisdirektion wird mit dem 7.Juli aus allen Gruppen eine Freiwillige Feuerwehr gegründet. Der notwendige Bestand für die Stadt wie Stadtoldendorf beträgt einschließlich Führer 77 Mann.

1932
Durch die neuen Verfügungen ergeben sich auch in der Führung neue Positionen. Der bisherige Commandeur der Gesamtfeuerwehr legt sein Amt nieder und scheidet aus dem Feuerwehrdienst aus. Die Führung der Feuerwehr bekommt neue Kräfte Als neuer Hauptmann wird Emil Hemme gewählt, sein Stellvertreter wird Karl Schriever.

1933
Bei der Machtübernahme durch den damaligen Führer der NSDAP, Adolf Hitler, beginnt für ganz Deutschland eine neue Zeitepoche. Auch die Feuerwehren sollen das bald erfahren, denn auch für sie wird die Zeit viel Umwälzung und Erneuerungen bringen. Schon bald musste man erkennen, dass die Führung der Feuerwehr nichts mehr zu sagen hatte und nur noch durch die Partei regiert wurde. Die Feuerwehrmänner mussten feststellen, dass sie langsam zum Mädchen für Alles umerzogen wurden. In diesem Jahr findet erstmalig eine Übung zusammen mit der Werksfeuerwehr Rotschild & Söhne und der Sanitätskolonne des Deutschen Roten Kreuzes statt.

1934
In Stadtoldendorf findet wieder ein Amtfeuerwehrtag statt. Man merkt schon die Einfärbung der neuen Regierung. Das Motto: „ Feuerwehrdienst ist Opferbereitschaft, aufwärts im Feuerlöschwesen!“. Die Feuerwehren werden nun gewaltig aufgerüstet, um dadurch die Bevölkerung für die Partei zu gewinnen.

1935
In diesem Jahr bekam die Feuerwehr eine neue Motorspritze von der Firma Albert Ziegler. Man kann sich denken, dass die Feuerwehrleute auf ihre Spritze mächtig stolz waren. Außerdem erhielten sie auch neue Stahlhelme, und zwar genau dieselben wie die Wehrmacht. Dazu erhielten die Männer auch neue Hakengurte aus festen Leder mit einem großen angenieteten Karabinerhaken und einem Ring. Zur besseren Alarmierung wurde eine erste elektrische Sirene auf das Spritzenhaus montiert. Die Feuerwehr wurde in diesem Jahr auch zur Feuerlöschpolizei ernannt.

1936
Die Partei mischt sich immer mehr in die Angelegenheiten der Feuerwehr ein. Die Feuerwehren werden nun immer öfter zu regelmäßigen Übungen zusammengezogen, um den Forderungen der neuen Zeit gerecht zu werden, und die Wehrmänner aus den Löschzügen werden zum Exerzieren abkommandiert. Das moderne Löschwesen kennt keinen Spritzenführer und keinen Steiger mehr, sondern nur noch den Einheitsfeuerwehrmann. Die Schulung im Luftschutz darf bei keiner Übung mehr fehlen. Außerdem werden vermehrt Vorträge über chemische Kampfstoffe und deren Entwicklung abgehalten. Das Wort „Feuer“ hat für die Menschen des 20.Jahrhunderts seinen schrecklichen Klang verloren.

1937
Der Name Feuerwehr wird umbenannt in Feuerlöschpolizei. Die Partei drängt darauf, dass immer mehr Übungen auch mit der Werkswehr der Weberei und der Sanitätskolonne anberaumt werden. Die Ausbildung in Erster Hilfe wird fester Bestandteil der Wehrmänner.

1938
In diesem Jahr tritt das neue Feuerlöschgesetz, das einheitlich für das Deutsche Reich gilt, in Kraft. Nach dem Feuerlöschgesetz werden die gesamten Feuerwehren auf Befehl des Führers, dem Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei, als 4. Sparte der Ordnungspolizei unterstellt: die Berufsfeuerwehr als Feuerschutzpolizei und die Freiwilligen Feuerwehren als freiwillige Hilfspolizei. Somit war die Feuerwehr fest im Kader der Polizei eingereiht. Wilhelm Oppermann, der älteste noch aktive Feuerwehrmann, wird in einer großen Feierstunde verabschiedet Er war Angehöriger der Feuerwehr seit 1887. Wieder kommen neue Aufgaben auf die Feuerwehr zu. Die Feuerwehren erwerben das Rüstzeug für Waldbrände. Schaufeln, Feuerpatschen und alles Zubehör, wie Sägen und Äxte, werden den Wehren ausgehändigt und es wird ständig damit geübt. Eine neue Taktik in der Brandbekämpfung wird während einer Übung mit der Werkwehr Kübler & Co ausprobiert. Man nennt es „Dreiteilung des Löschangriffs“.

1939
Mit Beginn des 2.Weltkrieges am 1.September 1939 fiel der Feuerwehr wieder eine neue Aufgabe zu. Bei jedem Fliegeralarm musste die Wehr mit ihrem Gerät an bestimmte Orte in der Stadt ausrücken, damit im Ernstfall, falls das Spritzenhaus getroffen wurde, nicht alles auf einmal zerstört wurde. Die Reihen der Feuerwehr lichteten sich schnell und nur die älteren Männer blieben zurück. Deshalb wurde die Feuerwehr durch die Hitlerjugend verstärkt.

1940
Man versuchte die Kriegsjahre nach Möglichkeit gut zu überstehen. In den Jahren 1940 bis 1944 sind leider keine Aufzeichnungen mehr gemacht worden. Das Protokollbuch endet im Jahre 1940. Die letzte Eintragung lautet: „Es ist der 2.Weltkrieg ausgebrochen. Gott sei uns gnädig !“

Nachkriegszeit 1945 -1959

1945
Der Krieg war nach langen Jahren endlich vorbei und die Feuerwehr musste wieder neu aufgebaut werden. Es war aber schwieriger als 1918. Alle Mitglieder waren in der Partei und mussten sich durch die Alliierten entnazifizieren lassen. Wer dies nicht wollt, konnte seinen Rock ausziehen und gehen. Es waren nicht wenige, die von dieser Variante Gebrauch machten. Vom alten Stamm blieben 5 Männer übrig und diese versuchten nun, die Feuerwehr neu auf die Beine zu stellen. Allerdings war es in der ersten Zeit sehr schwer etwas zu unternehmen. Erst durch den Britischen Residenzcommandeur in Holzminden erhielt man die Genehmigung, wieder eine neue Feuerwehr aufzustellen, weil es für dringend notwendig angesehen wurde. Bedingung war allerdings, dass die Stärke 18 Mann nicht überschritt.

1946
Die neue Wehr bestand außer aus den alten Kameraden, nur noch aus ganz jungen Männern. Der Hauptmann schaffte es durch gute Beziehungen in Holzminden, ein durch den Rückzug der Truppen stehen gebliebenes Fahrzeug der Breslauer Polizei für die Feuerwehr loszueisen. Es war das erste Motorfahrzeug der Feuerwehr Stadtoldendorf und handelt sich um einen Opel 1,5 Liter. Es ging nun langsam wieder bergauf, und mit der Zeit ging es mit den neuen Leuten schon sehr gut.

1947
Die Ausbildung der neuen Wehrmänner machte weiterhin gute Fortschritte. Alle kamen fleißig zum Üben und mittlerweile wurden sie auf ihren Posten Spezialisten. Der Landesverband wollte den Feuerwehrdienst neu aufziehen, um die Jugend für den Feuerwehrdienst zu begeistern Man zog die Sache von der sportlichen Seite her auf und führte Feuerwehrwettkämpfe durch. Diese Wettkämpfe wurden jeder Wehr zur Pflicht gemacht, um eine einheitliche Linie in die Feuerwehrausbildung zu bekommen. Am Wettkampf musste eine Gruppe mit Gruppenführer und 8 Mann teilnehmen. Bei diesen ersten Wettkämpfen stellte die Wehr aus Stadtoldendorf die Siegergruppe. In den nächsten Jahren ist es Karl Schriever zu verdanken, dass es im Landkreis einen allgemein sehr guten Ausbildungsstand gibt. Mit Beginn dieser Wettkämpfe begann der Aufschwung in den Wehren in Niedersachsen.

1948
20.Juni 1948: Währungsreform und die Feuerwehr? Natürlich mittendrin. Auch die Feuerwehr hatte mit dem Geldumtausch zu tun. Es mussten an allen Auszahlungsstellen Wachen aufgestellt werden, um evtl. Überfälle zu vermeiden. Außerdem war sie schon beim Geldtransport eingesetzt. Die Feuerwehr nahm wieder langsam an Stärke zu. Die Wettkämpfe brachten den alten Trott aus den Reihen der Feuerwehren, und der Ausbildungstand wurde mit jedem Jahr besser. Da die Wehr für ihre Schnelligkeit sehr bald bekannt wurde, holte man sie auch öfter nach außerhalb, denn es erwies sich, dass die Stadtoldendorfer Wehr öfter eher an der Brandstelle war als die eigene Wehr auf dem Dorf. Die Wehr trug sich mit dem Gedanken, noch eine zweite Motorspritze anzuschaffen. Es wurde ein Antrag gestellt und aufgrund der Notwendigkeit der Anschaffung, wurden die Geldmittel für das nächste Jahr zugesagt.

1949
Nun kam die schon angekündigte Motorspritze. Es war zwar keine neue, aber man hatte erst mal zwei Motorspritzen. Das Fahrzeug war allerdings ein Reinfall für die Wehr. Das Fahrzeug war nicht genormt, deshalb wurden die benötigten Mittel von Landesseite nicht bereitgestellt. Auch der Unterhalt stellt sich wenig später als sehr kostspielig heraus. Man gab das Fahrzeug an die Wehr in Hehlen ab, welche für den Kauf und den Unterhalt einen privaten Geldgeber hatten. Es sollte nun noch ein Jahr dauern bis, nach erneuten beantragen der benötigten Mittel, ein neues Fahrzeug im Spritzenhaus stand.

1950
Wieder ein Jahr großer Bedeutung. Das neue Fahrzeug wurde übergeben. Es fand ein großer Festakt auf dem Kirchplatz statt und im Anschluss ein Einweihungsfest im Mittendorffs Garten. Es handelt sich bei dem Fahrzeug um ein Löschgruppenfahrzeug ,LF 8. Fahrgestell war ein Opel 1,5 to, welcher über die damalige Firma Bense in Stadtoldendorf ausgeliefert worden ist. Der Aufbau des Fahrzeuges stammte von der Firma Meier-Hagen. Das Fahrzeug war das zuletzt gefertigte Fahrzeug dieser Firma. Sie ging nach der Auslieferung pleite. Nach der Übergabe stellte sich heraus, dass noch so manches am Fahrzeug fehlte. Unter anderem auch das Martinhorn.

1951
Die Feuerwehr konnte ihre Ausbildung mit dem neuen Fahrzeug noch besser ausführen als bisher. Die anderen Wehren beneideten die Wehr um ihr neues Fahrzeug. Die Mitgliederzahl stieg weiter an und es kamen nur noch junge Mitglieder in die Wehr. Das Durchschnittsalter der Wehr lag zwischen 17 und 25 Jahren. Das neue Fahrzeug war vorhanden, aber es fehlte noch etliche Ausrüstung

1953
In diesem Jahr legte der Kreisbrandmeister Karl Hundertmark aus Eschershausen aus Altersgründen sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde Stadtbrandmeister Emil Hemme aus Stadtoldendorf. Damit stellt die Feuerwehr in ihrer Geschichte zum ersten Mal den Kreisbrandmeister. Stellvertretender Kreisbrandmeister wird ebenfalls ein Stadtoldendorfer : Karl Schriever. Man beschließt, im folgenden Jahr neue Uniformen für die Wettkampfgruppe anzuschaffen. Die gefärbten Blusen und Röcke gehen langsam aber sicher zu Bruch.

1954
Führungswechsel in der Feuerwehr. Neuer Stadtbrandmeister wird Karl Schriever und sein Stellvertreter Wilhelm Allerkamp. Der Ausbildungsstand wird stetig vorangetrieben. Die Wehr wird im Laufe des Jahres bei 6 Bränden eingesetzt, außerdem müssen 5 Wald- u. Wiesenbrände gelöscht werden. Bei der ersten Teilnahme an den Bezirkswettkämpfen, belegt die Wehr den 4.Platz. In diesem Jahr werden angeschafft: ein Anhänger für die Motorspritze, eine TS8- Motorspritze und 15 neue Uniformen.

1955
In diesem Jahr gibt es viel Arbeit für die Wehr. Den größten Einsatz erlebt die Feuerwehr am 28. August morgens um 7 Uhr. Durch ein Gewitter brach in einer Scheune in Amelungsborn ein Feuer aus, welches die ganze Scheune vernichtete. Die Wehr war fast vollständig von 7 – 16 Uhr im Einsatz. Nach diesem Einsatz, gegen 18 Uhr, prasselte ein Unwetter über Stadtoldendorf nieder. Fazit: Strassen meterhoch unter Wasser, Keller voll und jede Menge Schaden. Die Wehr wurde noch bei 7 Bränden und 5 Waldbränden eingesetzt, außerdem wurden 4 Zirkuswachen gestellt. An Ausrüstungsgegenständen wurden angeschafft : 120m C-Schlauch, 30 Uniformmützen, 10 Kombinationsanzüge, 12 gebrauchte Mäntel aus Polizeibeständen, 15 gebrauchte Tuchhosen. Der Ausbildungsstand wird allgemein als sehr gut bezeichnet. Die Mitgliederstärke beträgt 40 Mann.

1956
Das Jahr war wieder sehr arbeitsreich. Beim Kreiswettkampf wieder auf Platz 1, beim Bezirk auf Platz 5. 2 Mal jährlich muss die Wehr an einer Übung des Löschzuges des Kreis Holzminden teilnehmen. Der Löschzug bekommt den Namen Katastrophenzug. 7 Brände und 2 Waldbrände hatte die Wehr zu löschen.

1957
Es hat den Anschein, als ob die Wehr immer zu Beginn eines Jahres durch einen Brand an ihre Arbeit erinnert werden soll. Im Januar bricht wieder ein großer Brand in der Stadt aus. Eine Scheune von Adolf Lüpke brennt, mit sehr hohem Schaden, vollkommen nieder. Die Wehr war 14 Stunden ununterbrochen im Einsatz. Es finden wieder zwei Übungen des Katastrophenzuges statt. Es wird festgelegt, dass die Kreiswettkämpfe immer in Stadtoldendorf vor dem Schützenhaus stattfinden sollen und es wird dort extra eine Wasserentnahmestelle errichtet. Die Wehr startet auch in diesem Jahr ein Wintervergnügen. Es hat sich dafür eine Gruppe bereiterklärt, für Unterhaltung zu sorgen. Der Mitgliederbestand beträgt 36 Wehrmänner. 4 Brände hatte die Wehr zu bekämpfen.

1958
Im Januar musste die Wehr gleich zu zwei Bränden eilen. In diesem Jahr erhält die Wehr eine neue Satzung, da die Alte inzwischen nicht mehr den Anforderungen entspricht. Aufgrund der neuen Satzung ist es nötig, das Kommando neu zu wählen.. Ihm gehören der Stadtbrandmeister, sein Stellvertreter, der Kassierer, der Schriftführer und die Gruppenführer an. Durch die neue Satzung tritt eine neue Dienstgradbezeichnung in Kraft und Wehrführer, die das 65.Lebensjahr erreicht haben , müssen aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Zwei Großübungen werden durchgeführt sowie eine Übung des Katastrophenzuges. Der Kreisfeuerwehrverbandstag findet in Stadtoldendorf statt. Die Wehr beschließt, im nächsten Jahr eine neue Motorspritze anzuschaffen. Die Mittel werden seitens der Stadt bereit gestellt. Das Jahr verläuft ansonsten ohne weitere Brände. Der Ausbildungsstand ist gut und die Mitgliederzahl ist unverändert.

1959
Am 27.April wird Wilhelm Allerkamp einstimmig zum neuen Stadtbrandmeister gewählt. Karl Schriever, welchem viel zum damaligen Stand in punkto Ausbildung der Wehr zu verdanken war, musste aus Altersgründen seinen Platz, für Wilhelm Allerkamp, räumen. Stellvertreter wurde Gustav Sander. Die Motorspritze konnte in diesem Jahr noch nicht angeschafft werden. Eine Großübung mit 13 Ortswehren wurde in Stadtoldendorf durchgeführt.

– Die Sechziger & Siebziger: 1960 bis 1979 –

1960
In diesem Jahr gab es in der Geschichte der Feuerwehr wieder eine große Neuigkeit. Die Wehr erhielt ein eigenes Feuerwehrheim. Kamerad Kurt Rohrmann hatte auf seinem Grundstück einen großen Raum der Feuerwehr zur Verfügung gestellt. Durch das neue Heim ist die Wehr in der Lage, ihren Dienst nun auch im Winter durchzuführen und es wird ein Mal im Monat ein Dienstabend abgehalten. Es Gab für die Feuerwehr wieder mal ein neues Aufgabengebiet: Die Bundeswehr hielt Einzug in Stadtoldendorf. Die Stadt muss für das neu errichtete Kasernengelände den Feuerschutz übernehmen. Die Wehr wurde in diesem Jahr zu 6 Bränden und zu 4 Waldbränden gerufen sowie bei 3 Zirkuswachen eingesetzt. Es wird auch eine Brandwache beim Konzert des Don Kosaken Chores gestellt. Bei einem Großfeuer brennt die große Scheune von Willi Twele nieder. Es brandte fast eine ganze Woche. In diesem Jahr hatte die Wehr 9 Brandeinsätze. Am Jahresende hat die Wehr 37 aktive Mitglieder.

1961
Das Jahr beginnt wieder mit einem Brandeinsatz. Am 25.03. trug man den Ehrenstadtbrandmeister Karl Schriever zu Grabe. Die Feuerwehr stellte die Ehrenwache. Der Katastrophenzug hält in Holzminden, bei der Glashütte, seine Übung ab. Es wird auch zum ersten Mal das DRK eingesetzt. Zu Weihnachten gibt es eine große Bescherung. Der Weihnachtsmann, kein anderer als Wilhelm Allerkamp, fährt mit einem Feuerwehrauto zu jedem Kind eines Wehrmannes und verteilt Geschenke In diesem Jahr hat die Wehr 3 Brände zu verzeichnen. Die Stärke der Wehr beträgt 33 Aktive, 4 Ehrenmitglieder, und 11 fördernde Mitglieder. Stadtbrandmeister Wilhelm Allerkamp wird zum Wettkampfleiter ernannt.

1962
Ein verhältnismäßig ruhiges Jahr für die Wehr. Die Übungsabende werden regelmäßig abgehalten und der theoretische Teil des Dienstes wird weiter ausgebildet. In diesem Jahr findet in Holzminden der Landesfeuerwehrverbandstag des Landes Niedersachsen statt und die Wehr nimmt daran teil. Die Wehr wird im Sommer zu einem Großbrand nach Eschershausen gerufen. Dort ist die Schlauchbootfabrik vollkommen in Flammen aufgegangen, und trotz 8 Wehren konnte nur die Nachbargebäude gerettet werden. Der Katastrophenzug hält in Stadtoldendorf seine Übung ab. Das Feuerwehrfahrzeug ist in letzter Zeit reparaturbedürftig geworden und man beschließt im kommenden Jahr ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Am Jahresende zählt die Wehr 34 Aktive, 4 Ehrenmitglieder und 13 fördernde Mitglieder. Die Wehr hatte im Jahr 4 Brandeinsätze zu verzeichnen. Endlich hat die Stadt Mittel zugesagt, um auf dem Spritzenhaus einen Aufenthaltsraum zu bauen.

1963
Im Februar findet das Wintervergnügen verbunden mit dem 90-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr im Ratskeller statt. Die für dieses Jahr zugesagten Mittel für den Bau des Aufenthaltsraum werden von Seiten der Stadt nun doch nicht zugesagt. Damit droht die ganze Angelegenheit zu einem offenen Konflikt auszuarten, der dann nach vielen hin und her von Seiten der Stadt im August, durch die Zusage der Mittel, beigelegt werden konnte. Um die Kosten zu dämpfen, werden die Feuerwehrkameraden den Innenbau übernehmen. Für die vor einiger Zeit angeschafften Pressluftatmer ist es notwendig, dass die Leute auch ärztlich untersucht werden müssen, ob sie tauglich sind, solche Geräte zu tragen. Am 4. Oktober wird endlich das neue Löschfahrzeug LF 8 an die Feuerwehr übergeben. Auf Anregung des Kameraden Möller soll ein Erste-Hilfe-Kurs durchgeführt werden. Die Alarmierung der Wehr durch Sirenen ist nicht mehr gewährleistet und man regt an, wie in Holzminden eine Alarmschleife einzurichten. Es werden erste Vorbereitungen getroffen, in Stadtoldendorf eine Jugendfeuerwehr zu gründen.

1964
Es beginnt der Neubau des Feuerwehrheimes. Im Mai des Jahres konnte Richtfest gefeiert werden und im November wurde das neue Feuerwehrheim seiner Bestimmung übergeben. Der Mitgliederbestand am Jahresende: 33 Aktive, 4 Ehren-, 5 fördernde- und 8 passive Mitglieder.

1965
In diesem Jahr wird die Jugendfeuerwehr gegründet. Man folgt hier einigen anderen Wehren, die damit schon gute Erfahrungen gemacht haben. Zur Gründungsversammlung am 14.März konnte man eine stattliche Anzahl Jungen mit ihren Eltern begrüßen. Zum Betreuer wurden Wolfgang Schulz und Werner Krüger gewählt. Die Einsätze der Wehr haben immer mehr den Charakter der Hilfeleistung, denn die Technisierung bringt immer neue Aufgaben in die Feuerwehr. Am 17. und 18. Juli wird die Wehr in Alarmbereitschaft versetzt. Die Weser führt 3 Meter Hochwasser über normal. Am 30. Oktober fuhr die Wehr mit ihren Frauen zum Winzerfest nach Ottenstein. Es war die erste Fahrt, welche die Wehr bis dahin unternahm und es war ein voller Erfolg mit guten Erinnerungen. Im November verstirbt Ehrenkreisbrandmeister Emil Hemme. Am Ende des Jahres beträgt die Stärke der Wehr: 34 Aktive, 8 passive-, 22 fördernde und 3 Ehrenmitglieder.

1966
Die Aus- und Fortbildung mit immer neuen Aufgaben und Themen lässt die Feuerwehrmänner nicht zur Ruhe kommen. Ein Kartoffelbraten mit Frauen wird abgehalten. Dieses soll in Zukunft zu einem festen Bestandteil werden. Durch vermehrte Schornsteinbrände in den alten Häusern, muss durch Schulung diesem Problem beigekommen werden. Die Anregung, die größeren Betriebe der Stadt von der Feuerwehr zu besichtigen, soll dazu dienen, die örtlichen Gegebenheiten besser kennen zulernen. Die Feuerwehrsatzung sieht vor, dass alle zwei Jahre die Gruppenführer neu gewählt werden sollen.

1967
Die Aufgaben und Einsätze nehmen in diesem Jahr immer mehr zu und man macht sich Gedanken wegen der Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges. Die Kosten, die allerdings bei ca. 75 000 DM liegen, müssen erst noch realisiert werden. Nach den allgemeinen Dienstvorschriften ist es erforderlich, dass einmal im Jahr alle Geräte auf ihre Einsatzfähigkeit hin überprüft werden müssen. Im August wird eine Übung mit der Werksfeuerwehr Kübler und der Bundeswehr abgehalten. Es soll die Wasserförderung über lange Wegstrecken geprobt werden. Durch das Gerät, das die Bundeswehr zur Verfügung stellt, besteht ein neues Potential. Im September findet eine große Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft in Holzminden statt. Die Stadt teilt mit , dass die Anschaffung des Tanklöschfahrzeuges nunmehr genehmigt ist. Die Jugendfeuerwehr macht gute Fortschritte und der Dienst wird von den Jungen recht ernst genommen. Stärke am Jahresende: 28 Aktive, 13 passive, 29 fördernde und 9 Ehrenmitglieder.

1968
Die Anschaffung des Tanklöschfahrzeuges wird vorangetrieben. Grund dafür waren die vielen Wald- und Wiesenflächenbrände und man musste sehr oft das Tanklöschfahrzeug aus Eschershausen anfordern. Von der Firma Ziegler wird ein Tanklöschfahrzeug vorgestellt. Der Landkreis will alle Fahrzeuge mit Sprechfunkgeräten ausstatten, so dass für die Feuerwehr zusätzlich die Ausbildung im Funkdienst hinzukommt. Es werden Wasserspiele beim Schützenfest durchgeführt. Ein voller Erfolg. Auch dieses Jahr gab es wieder Hochwasseralarm. Durch plötzliches Tauwetter war die Schneeschmelze so stark, dass die gesamte Neue Str. mal wieder meterhoch unter Wasser stand. Zwei Tage war die Wehr wieder im Einsatz. In diesem Jahr wird versucht, die noch lebenden ehemaligen alten Feuerwehrmänner, wieder in die Reihen der Feuerwehr zurück zuholen. Das Ergebnis war als gut zu bezeichnen. Von der Firma Ziegler wird ein neues Schaumlöschgerät in einer praktischen Vorführung vorgestellt. Es wird auch in diesem Jahr festgelegt, dass nicht nur einmal im Monat, sondern nunmehr alle 14 Tage Dienst ist. Im Dezember findet wieder eine Adventsfeier im Feuerwehrheim statt. Stärke am Jahresende: 35 Aktive, 24 passive, 41 fördernde und 2 Ehrenmitglieder.

1969
Dieses Jahr ist wieder ein Meilenstein für die Feuerwehrgeschichte. Die Wehr erhält endlich das so lang ersehnte Tanklöschfahrzeug. Dass der Kauf nicht unnütz war, sollte sich schnell herausstellen. Diese Tatsache trägt dazu bei, dass die Feuerwehr nun noch mehr als vorher zu Einsätzen gerufen wird. Die Feuerwehr führt, gemeinsam mit den Frauen, eine Reise nach Berlin durch. Programm: Besuch Hauptfeuerwache, große Stadtrundfahrt, Bus- und Schiffsreise und eine Fahrt nach Berlin. Um in den Wintermonaten den Übungsdienst der Wettkampfgruppe nicht aussetzen zu müssen, werden Verhandlungen mit der Bundeswehr aufgenommen, die Turnhalle in der Kaserne nach Dienstschluss der Soldaten zum Üben zu nutzen. Die Verhandlungen haben Erfolg und konnte die Halle abends für 2 Stunden nutzen. Für das neue Tanklöschfahrzeug wird beschlossen, dass tagsüber immer ein Fahrer zur Verfügung stehen muss. Es soll besonders auf städtische Bedienstete zurückgegriffen werden. Der Landkreis stehlt alle notwendigen Funkgeräte für die Feuerwehrfahrzeuge kostenlos zur Verfügung. In Anbetracht der 1973 stattfindenden 100-Jahrfeier wird angeregt, die in der Nachbarschaft stattfindenden Zeltfeste zu besuchen, damit Gegenbesuche erwartet werden können. Mitgliederbestand: 43 Aktive, 24 passive, 44 fördernde und 2 Ehrenmitglieder.

1970
Die Brandeinsätze gehen zurück, aber die technischen Einsätze wie Hochwasserschäden, Ölalarme und Krankentransporte steigen. Die Firma Gebrüder Knauf Westdeutsche Gipswerke aus Iphofen nimmt zu Beginn des Jahres ihr neu erbautes Gipskartonplattenwerk in Betrieb. Der Aufgabenbereich wächst und wächst. Im laufenden Jahr wird wieder eine neue Satzung für die Feuerwehren in Niedersachsen vorbereitet. Die Wasserspiele beim Schützenfest sollen zur ständigen Einrichtung werden. Ölalarme auf dem Forstbach und auch öfter auf den Strassen nehmen zu. Es gibt wieder Hochwasseralarm. Die Bundeswehr wurde mit zwei Gruppen zur Hilfe gerufen. Die Feuerwehr ist jetzt auch im Besitz eines Motorrades und wird künftig einen Kradmelder für die Kreisbereitschaft zur Verfügung stellen. Mitgliederbestand: 40 Aktive, 23 passive, 52 fördernde und 1 Ehrenmitglied.

1971
Wir müssen uns vorbereiten, dass wir mit dem Fortschreiten der Technik Schritt halten können. Aus- und Fortbildung sind oberstes Gebot. Der Kreisfeuerwehrverbandstag findet im März in Golmbach statt. Die Luftschutzsirenen sollen auf Vorschlag der Wehr an die Anlage für den Feuerschutz angeschlossen werden. Es wird festgestellt, dass der Schlauchturm nicht mehr den Sicherheitsvorschriften entspricht. Ebenfalls sind die Garagen nicht mehr nach Vorschrift. Eine andere Unterbringung ist unbedingt erforderlich. Das alte Löschfahrzeug, Opel LF8, ist nunmehr 22 Jahre alt und nicht mehr in einem verkehrssicheren Zustand. Mitgliederbestand: 37 Aktive, 27 passive, 51 fördernde und 1 Ehrenmitglied.

1972
Ein erneuter Führungswechsel bahnt sich in diesem Jahr an. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Möller stellt sein Amt aus beruflichen Gründen zur Verfügung. Der Nachfolger wird Wolfgang Schulz. Das 100-jährige Bestehen der Feuerwehr wirft immer deutlichere Schatten voraus. Die Planungen sind schon fast im Endstadium. Für das neu im März angeschaffte „Hilfslöschfahrzeug“, HLF, muss eine Unterstellmöglichkeit geschaffen werden. Außerdem soll das Fahrzeug noch ausgerüstet werden. An die Samtgemeinde wird von der Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Wunsch herangetragen, zur 100-Jahrfeier einen neuen VW-Bus als Geschenk zu bekommen. Mitglieder Aktive Wehr: 38 Wehrmänner und Jugendfeuerwehr 25 Jungen.

1973
In diesem Jahr wird das 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Zeltfest gefeiert. Es wird eine Festschrift erstellt, an der sich die ortsansässigen Firmen mit Inseraten beteiligen. Das Fest war ein voller Erfolg; nur das geplante Feuerwerk hat nicht geklappt. Der Wunsch der Feuerwehr, einen VW-Bus geschenkt zu bekommen, wurde von der Stadt mit vollster Zufriedenheit erfüllt. Die Feuerwehr gründet in diesem Jahr einen Sparverein. Seit dem 1.1.1973 gibt es in Niedersachsen eine neue Gebietsreform. Das heißt für die Feuerwehr, dass der Feuerschutz, der bisher Aufgabe der Einzelgemeinde war, auf die Samtgemeinde übertragen wird. Die Samtgemeinde besteht aus 6 Mitgliedsgemeinden und 13 Ortsfeuerwehren. Am Jahresende steht deshalb ein Führungswechsel an, da der Stadtbrandmeister Allerkamp Samtgemeindebrandmeister wird. Neuer Ortsbrandmeister wird Wolfgang Schulz. Neuer Jugendfeuerwehrwart wird Wolfgang Stenzel. Stärke am Jahresende. 49 Aktive, 19 passive, 57 fördernde und 10 Ehrenmitglieder.

1974
Das Jubiläumsjahr ist vorbei. Das Fest wurde gut besucht und um sich bei den Feuerwehren im Umkreis zu revanchieren, wurden Gegenbesuche bei nicht weniger als 8 Festen durchgeführt. Die Feuerwehr hat Sorgen: Die Räumlichkeiten platzen schon wieder aus allen Nähten. Es muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Es müsste ein Grundstück in der Stadtmitte sein auf dem ein „neues Gerätehaus“ stehen sollte. Da die Alarmierung immer komplizierter wird, stellt man den Antrag, für die Feuerwehr die allgemein bekannte 112 zu benennen und diese dann über die Polizei auslösen zu lassen. In diesem Jahr soll auf Samtgemeindeebene eine Brandschutzwoche durchgeführt werden. Die Jugendfeuerwehr wird ein Zeltlager in Bad Lauterberg durchführen. Die Jugendfeuerwehr wird nächstes Jahr 10 Jahre alt. Der Termin für die Feierlichkeiten wird auf den 17. – 19. Mai festgelegt. Es wird mit einer Teilnahme von ca. 250 Jugendfeuerwehrmännern gerechnet. Die Feuerwehr mausert sich immer mehr zu einer „Städtischen Armee“, die kostenlos alle anfallenden Aufgaben erfüllt.

1975
Der Jahresbeitrag wird auf 12,- DM erhöht. Die Feuerwehr führt, wie in den vergangenen Jahren, wieder Altpapier-Sammlungen durch. Bei der Verwaltung wird immer noch über ein neues Gerätehaus diskutiert und danach gesucht. Aus Sicht der Feuerwehr gebe es da ein Grundstück, aber…. Eine gemeinsame Übung mit der Bundeswehr wurde durchgeführt. Der Wunsch ein Sprungpolster für die Feuerwehr anzuschaffen, geht in diesem Jahr in Erfüllung. Die Freiwillige Feuerwehr Stadtoldendorf wird in diesem Jahr Feuerwehrstützpunkt. Die Jugendfeuerwehr hat inzwischen einen solchen Zulauf erfahren, dass man einen Einstellungsstopp vornehmen muss. Zur Zeit hat die Jugendfeuerwehr 44 Mitglieder und die sind mit zwei Betreuern nicht mehr zu bewältigen. Mitgliederbestand: 58 Aktive, 16passive, 64 fördernde und 10 Ehrenmitglieder.

1976
Dieses Jahr sollte wieder ein besonderes Jahr werden. Das neue Gerätehaus in der Stadtmitte wird Wirklichkeit. Das Grundstück Linnenberg, ehemaliges Baugeschäft, ist bestens für die Anforderungen der Feuerwehr geeignet. Doch es stellt sich heraus, dass dringende Reparaturarbeiten notwendig sind und auf die Feuerwehr viel Arbeit zukommt. Dank ortsansässiger Firmen kann der Aus- und Umbau zügig vorangehen. Der Umzug in das neue Gerätehaus in die Neue Str. kann im Laufe des Jahres erfolgen. Es gibt wieder einen neuen Jugendfeuerwehrwart.

1977
Die Arbeiten bei der Feuerwehr gehen auch in diesem Jahr zügig weiter. In der neuen Feuerwache ist noch viel zu tun, und die Wünsche und Vorhaben sind endlos. Nach neuen Vorschriften dürfen Atemschutzgeräteträger nur noch mit Vollmasken eingesetzt werden. Von der Feuerwehr werden immer neue Aufgaben übernommen. Man übernimmt z.B. auf dem Schützenfest die Straßensperrung und die Feuerwache beim Feuerwerk. Es wird ein Tag der offenen Tür durchgeführt. Die Jugendfeuerwehr restaurierte die alte Handdruckspritze, was große Beachtung fand. Mitgliederbestand: 60 Aktive, 16 passive, 151 fördernde und 8 Ehrenmitglieder.

1978
Die Werbeaktion für fördernde Mitglieder ergab einen Zuwachs von 57 Mitgliedern. Der Um- und Ausbau des Gerätehauses und auch die Wünsche der Jugendfeuerwehr erfordern viele finanzielle Hilfen. In diesem Jahr soll nun ein Bastelraum für die Jugendfeuerwehr eingerichtet werden. Erstmals in der Geschichte der Feuerwehr treten in diesem Jahr drei weibliche aktive Mitglieder in die Wehr ein. Sie nennen sich Feuerwehrassistentinnen und erhalten auch eine Uniform mit einem Stewardessinnen -Käppi. Man hofft noch mehr weibliche Mitglieder für die Feuerwehr zu gewinnen. Von Seiten der Bundeswehr besteht Interesse, freundschaftliche Beziehungen zur Feuerwehr zu knüpfen. Dieses wird sehr begrüßt. Eine gemeinsame Übung wird angesetzt, bei der mit einem neuen „LAMPE-LIFTER“ ein 48 to schwerer Bergepanzer bis zu 1,20 m angehoben werden konnte. Eine groß angelegte Übung mit der Werksfeuerwehr Kübler & Co auf dem Gelände der Weberei brachte erneut die gute Zusammenarbeit beider Wehren zum Ausdruck. Eine Ersatzbeschaffung für das Löschgruppenfahrzeug wird nötig und für 1979 eingeplant. Mitgliederbestand: fast unverändert.

1979
Das neue Jahr beginnt wieder mit neuen Männern an der Spitze der Feuerwehr. Samtgemeindebrandmeister Wilhelm Allerkamp scheidet nach erreichen der Altersgrenze aus dem Amt. Sein Nachfolger wird Rudolf Helmer, aus Schorborn. Gustav Sander rückt als Stellvertreter nach, und dessen Stelle als Zugführer bei der Feuerwehr Stadtoldendorf übernimmt Herbert Pessarra. Wilhelm Allerkamp ruft dieses Jahr die Altersgruppe ins Leben. In ihr sind Feuerwehrkameraden, die aus Altersgründen nicht mehr einsatzfähig sind. Schon bei der ersten Zusammenkunft treffen sich 15 Kameraden. Man trifft sich einmal im Monat um den Anschluss an die aktive Wehr nicht zu verlieren. Das LF ist im TÜV durchgefallen und darf nicht mehr eingesetzt werden; die Stadt muss nun schnellstens Abhilfe schaffen. Mitglieder: 64 Aktive, 200 fördernde, 9 Ehren- und 21 Jugendfeuerwehrmitglieder.

– Die Achtziger und das Ende des Jahrtausends: 1980 bis 1999 –

1980
Drei neue weibliche Mitglieder finden den Weg zur Feuerwehr. In diesem Jahr soll endlich die neue Feuerwache eingeweiht werden und bei dieser Gelegenheit die Übergabe des neuen Löschfahrzeuges ( LF 8 ) stattfinden. Die Hofpflasterung ist ebenfalls für dieses Jahr geplant. Der Feuerwehr fehlt bei Verkehrsunfällen immer noch eine 5to Winde als Ausrüstung. Es findet eine Begehung des Krankenhauses statt, um im Ernstfall Ortskenntnisse zu haben. Das HiLF soll zum Gerätewagen umgerüstet werden. Mitgliederbestand: 68 Aktive, 210 fördernde ,8 Ehren- und 30 Jugendfeuerwehrmitglieder.

1981
In diesem Jahr wird die sogenannte Altersgruppe ins Leben gerufen. Wilhelm Allerkamp wird deren Gruppenführer. Alle Feuerwehrkameraden, die älter als 62 Jahre sind, und alle Kameraden, die aus Krankheits- oder beruflichen Gründen nicht mehr am aktiven Dienst teilnehmen können, werden in dieser Altersgruppe zusammengefasst. Das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr findet in Fürstenfeld in der Steiermark statt. Nach langen Verhandlungen steht nun fest, dass die Weberei Kübler & Co. Den Betrieb einstellt und alle Mitarbeiter entlässt. Die Männer der Werksfeuerwehr werden in die Freiwillige Feuerwehr übernommen und gehören zur Altersgruppe. In diesem Jahr feiert die Stadt „ 700 Jahre Stadtrechte“ mit vielen Veranstaltungen. Auch die Feuerwehr beteiligt sich und veranstaltet ein Bürgerabitur. 72 Aktive, 212 fördernde, 8 Ehren- und 40 Jugendfeuerwehrmitglieder zählt die Statistik.

1982
Die älteste Werksfeuerwehr im Kreis Holzminden, die Werksfeuerwehr Weberei Kübler & Co Stadtoldendorf, wurde am 1.2.1898 von Firma A.J. Rothschild und Söhne gegründet. Aufgelöst wegen Konkurs am 26.02.1982. Von der Werksfeuerwehr wurden 16 Kameraden in die Freiwillige Feuerwehr übernommen. Hilfeleistungen und Verkehrsunfälle nehmen enorm zu, Brandeinsätze gehen zurück. Die Feuerwehr ist Mädchen für alles. 1983 wird die Feuerwehr 110 Jahre alt und es werden Vorbereitungen für eine Feier getroffen. Mitgliederbestand am Jahresende: 75 Aktive, 225 fördernde, 7 Ehrenmitglieder und 37 Jugendfeuerwehrmitglieder.

1983
Das Jubiläumsfest für 110 Jahre Feuerwehr findet im Lindenhof statt. Der Fahrzeugpark der Wehr vergrößert sich wieder einmal. Ein Rüstwagen, vom Typ RW 1, kommt nach Stadtoldendorf. Das Fahrzeug war vorher beim Landkreis bei der Feuerwehr Holzminden eingesetzt. Man reagierte damit auf die zunehmenden Zahlen bei der Technischen Hilfeleistung. Die Jugendfeuerwehr führt ihr Zeltlager in Tönning an der Nordsee durch.

1984
Das neue Jahr beginnt gleich mit fünf Einsätzen. Der Rat der Stadt hat Probleme mit der Samtgemeinde. Nach der Niedersächsischen Gemeindeordnung muss eine Samtgemeinde mit mehr als 10 Mitgliedsgemeinden, Samtgemeinde Stadtoldendorf hat 12 Mitgliedsgemeinden, zwei Feuerwehrstützpunkte unterhalten. Das kostet wieder viel Geld und zusätzliche Fahrzeuge. Durch anhaltende Trockenheit muss mehrere Tage mit dem Tanklöschfahrzeug Trinkwasser für die Gemeinde Heinade gefahren werden. Für die Jugendarbeit wird von der Firma Knauf ein gebrauchter VW-Bulli günstig gekauft. Dafür soll der alte DKW ausgemustert werden. Aus dem alten, nicht mehr existierenden, Hallenbad will man die dort vorhandenen Spinde aus den Umkleideräumen käuflich erwerben. Mitgliederbestand: 81 Aktive, 232 fördernde, 4 Ehren- und 29 Jugendfeuerwehrmitglieder.

1985
Ein Jubiläumsjahr von besonderer Art. Die Jugendfeuerwehr wird 20 Jahre alt. Das Fest wird ein voller Erfolg, allerdings mit trauriger Beteiligung der Stadtoldendorfer Bevölkerung. In diesem Jahr kann man Alfred Hesse für die Jugendfeuerwehrdienste gewinnen. Er soll als Bastelmeister in der Bastelgruppe eingesetzt werden. Dies ist, so soll sich schon bald herausstellen, ein Glücksgriff für die Jugend. Die Jugendfeuerwehr nimmt in diesem Jahr erstmals am Landeszeltlager in Wolfshagen im Harz teil. Dort haben ca. 3000 Jugendliche, auch aus dem Ausland, ihre Zelte aufgeschlagen.

1986
In diesem Jahr ist wieder ein Führungswechsel fällig. Ortsbrandmeister Wolfgang Schulz muss wegen Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Sein Nachfolger wird in geheimer Wahl, überraschend, Herbert Pessarra. Die Jugendfeuerwehr nimmt in diesem Jahr an einem Zeltlager in Eckwarden teil. Mitgliederbestand am 31.12.: 81 Aktive, 249 fördernde, 4 Ehren- und 31 Jugendfeuerwehrmitglieder.

1987
Für große Betriebe muss nun auch von der Feuerwehr besondere Einsatzpläne erstellt und Übungen durchgeführt werden, um Ortskenntnisse zu erlangen. Als großes Problem sind die Einsätze für die Ölbeseitigung zu nennen, die sich häufen. Die Jugendfeuerwehr nimmt in diesem Jahr an einem Ferienlager in den Niederlanden teil. Die Größte Feuerwehraustellung „Der rote Hahn“ in Hannover wird besucht.

1988
Das neue Jahr beginnt wieder mit einem ungewöhnlichen Einsatz. Ein 27 jähriger Mann wollte seinen Vater töten und hatte seine Wohnung angezündet. Beide erlitten eine Rauchvergiftung, wurden aber von der Feuerwehr gerettet. Ein weiterer Brand mit Menschenrettung macht deutlich, dass man in Zukunft nicht drum herumkommt, eine Drehleiter anzuschaffen. In diesem Jahr kommt Besuch aus La Montagne / Frankreich. Es soll eine Städtepartnerschaft ins Leben gerufen werden, um damit die Freundschaft zur französischen Bevölkerung zu vertiefen. Die Feuerwehr war natürlich wie immer dabei und half bei der Betreuung der Gäste aus La Montagne. Der große Zeltplatz an der Realschule ist in Gefahr, da das Grundstück verkauft werden soll. Der Bürgermeister will sich für eine Teilerhaltung einsetzen. Am Ende des Jahres sind 82 Aktive, 262 fördernde, 5 Ehren- und 29 Jugendfeuerwehrmitglieder in den Büchern geführt.

1989
Die Feuerwehr ist wieder gefordert. Die vielen Einsätze lassen die Männer nicht zur Ruhe kommen. Die Anschaffung einer Drehleiter wird immer dringender, aber woher das Geld nehmen? Die Jugendfeuerwehr ist wie immer aktiv. Beim Modellwettbewerb gewinnt man drei Preise und erstmals ist man am Bezirkszeltlager in Erichshagen mit einem Bastelshop vertreten. Die Arbeit der Feuerwehr nimmt überhand und ist ehrenamtlich fast nicht mehr zu schaffen.

1990
In diesem Jahr ist wieder ein Führungswechsel. Der Samtgemeindebrandmeister Rudolf Helmer legt sein Amt nieder. Neu gewählter Samtgemeindebrandmeister wird Herbert Pessarra, Stellvertreter wird Wolfgang Daumann aus Wangelnstedt. Horst Stapel wird Ortsbrandmeister und Karl Schomburg sein Vertreter. Im März feiert die Jugendfeuerwehr 25-jähriges Jubiläum. Pfingsten findet die erste Fahrt ins 1200 km entfernte La Montagne statt. Ein voller Erfolg. Bei Verkehrsunfällen im laufenden Jahr musste die Feuerwehr immer öfter mit der Rettungsschere arbeiten, um verletzte Personen aus ihren Pkws zu befreien. Der Ortsbrandmeister deckt die Sonnen- und Schattenseite bei der Samtgemeindefeuerwehr auf. Es fehlt bei allen Wehren an persönlicher Ausrüstung, und die teilweise überalterten Fahrzeuge müssen ersetzt werden.

1991
Das Jahr hat es mal wieder in sich. Nach der Wiedervereinigung von Ost und West versucht auch die Freiwillige Feuerwehr, Kontakt mit einer Feuerwehr aufzunehmen. Die Wahl fällt auf den Ort Rieder ( LK Aschersleben ). Die Jugendfeuerwehr hat ihren ersten Besuch in La Montagne gemeinsam mit dem Stadtjugendring durchgeführt. Die Bastelgruppe der Jugendfeuerwehr unter Leitung von Alfred Hesse baut für die Evangelische Kirche eine neue Krippe, die zu Weihnachten aufgestellt wurde. Dieser Beitrag brachte der Jugendfeuerwehr großes Lob ein. Der Jahresbeitrag der FF wird erstmals seit 1965 von 12,– DM auf 24,– erhöht. Mitgliederbestand 1991: 84 Aktive, 277 fördernde, 3 Ehren- und 26 Jugendfeuerwehrmitglieder.

1992
Endlich ist es so weit: die lang ersehnte Drehleiter wird Wirklichkeit. Nach langem Hin und Her schafft die Samtgemeinde eine gebrauchte Drehleiter von der Berufsfeuerwehr Hannover, für 35.000 DM, an. Die Freude ist groß, aber wo stellt man das neue Fahrzeug hin? Die Garagen sind zu klein und eine neue Halle steht nicht zur Verfügung. Als Notunterkunft wird eine ehemalige Scheune bezogen, die aber im Winter nicht beheizt werden kann. Ein großer Brand brachte der Feuerwehr viel Arbeit. Das ehemalige Marie-Kübler-Hallenbad brannte völlig aus und ein Wahrzeichen der Stadt verschwand. Auf der Generalversammlung wird die Gründung der Feuerwehrkameradschaft beschlossen. Dieser Verein ist gerichtlich eingetragen und man hat die Möglichkeit, förderungswürdig zu sein und darf somit auch Spenden annehmen.

1993
Das Jahr bringt viele Neuerungen. Es werden Stimmen laut, aus finanziellen Gründen die kleineren Ortswehren abzuschaffen und nur noch den größeren Orten eine Feuerwehr zu belassen. Dieser Gedanke wird von den kleineren Wehren mit großem Widerstand aufgenommen.. Die Wehr wird dieses Jahr 120 Jahre alt. Es wird aber keine Feier geben, da es beim 125-jährigen Jubiläum ein Fest geben soll. Im Feuerwehrheim wurde in diesem Jahr wieder mal modernisiert, und zwar aus eigenen Mitteln der Kameradschaftskasse. Die Firma Wessarges ( Entsorgungsunternehmen ) feiert ihr 25-jähriges Jubiläum und die Feuerwehr gratulierte. Die Feuerwehr war der erste Kunde bei der Eröffnung und beliefert seitdem die Firma mit gesammeltem Altpapier. Mitgliederbestand: 95 Aktive, 293 fördernde, 5 Ehren- und 35 Jugendfeuerwehrmitglieder.

1994
In diesem Jahr findet wieder eine Ausstellung „ Interschutz“ in Hannover statt. Die Feuerwehr wird immer wieder mit neuen Aufgaben konfrontiert. Im Juli wurde die Samtgemeinde von einem Unwetter heimgesucht. Sturmböen und schwere Gewitter gingen nieder und forderten von der Wehr 30 verschiedene Einsätze. Bei einer großen Suchaktion galt es, eine vermisste Person zu finden. Bei dem Gesuchten handelte es sich um den ehemaligen Kameraden Gröne, der nur noch tot geborgen werden konnte. Die Wettkampfgruppe qualifiziert sich zum ersten Mal in der Geschichte bei den Bezirkswettbewerben, durch einen 6.Platz, für die Landeswettbewerbe, der Feuerwehren in Niedersachsen, in Schüttdorf. Beim Schützenfest stellt die Feuerwehr Petra Schwannecke als Schützenkönigin. Die lange Halle wird aus eigenen Mitteln renoviert. Die Jugendfeuerwehr nimmt an einem Zeltlager des Stadtjugendringes am Schluchtsee mit Jugendlichen aus La Montagne teil. Neuer Gruppenführer der Alterswehr wird Werner Jäger.

1995
In diesem Jahr gibt es wieder einen Führungswechsel. Neuer Ortsbrandmeister wird Ulrich Müller, sein Stellvertreter wird Karl-Heinz Thiessen. Neuer Jugendfeuerwehrwart wird Enno Walter. Im Mai gab es einen Großbrand in der ehemaligen Weberei und die Drehleiter wurde zu einem Einsatz nach Eschershausen gerufen. Es gibt immer wieder neue Aufgaben für die Feuerwehr. Der Hubschrauberlandeplatz am Krankenhaus muss bei Einsätzen in den Abend- oder Nachtstunden ausgeleuchtet. Der Fahrzeugpark der Wehr vergrößert sich wieder einmal. Vom Bund wird ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Stadtoldendorf als Stützpunkt erhält ein LF 16 TS für den Katastrophenschutz. Die Jugendfeuerwehr kann auf 30 Jahre zurückblicken und im Schulzentrum findet eine große Fete statt. Mitgliederbestand: 98 Aktive, 296 fördernde, 3 Ehren- und 33 Jugendfeuerwehrmitglieder.

1996
In Eigenleistung und mit viel Arbeit wird ein neuer Gruppenraum für die Jugendfeuerwehr erstellt. Die Jugendfeuerwehr nimmt am Kreiszeltlager am Bückeberg teil. Pastor Dr.Ahlborn, Mitglied der Altersabteilung, wird Seelsorger der Feuerwehrkameraden. Das 100-jährige Jubiläum der Feuerwehr Dassel wird besucht. Herbert Pessarra stellt sein Amt als Gemeindebrandmeister zur Verfügung. Wolfgang Daumann wird Nachfolger und dessen Stellvertreter wird nun Karl Schomburg. Neuer Gruppenführer Altersabteilung wird Otto Möller. Eine große Bereitschaftsübung der Kreisbereitschaft Süd mit allen 4 Zügen findet bei der Firma Wessarges statt. Weiterhin wurden Übungen an Schulen und bei der Firma Gebrüder Knauf durchgeführt. Als weitere Aufgabe kommt die Brandschutzerziehung in den Schulen hinzu, um den Kindern die Gefahr des Feuers begreiflich zu machen.

1997
Das Jahr beginnt mit einer unhaltbaren Situation: Die Drehleiter friert bei minus 21 Grad ein und muss zum Auftauen in eine Halle der Vereinigten Gipswerke geschleppt werden. Es hat sich bis zum heutigen Tage, zum Thema Unterbringung der DLK, nichts getan. Es ist aber zu vermerken, dass die Verhandlungen für den Grundstückskauf, für eine neue Halle, endlich positiv verlaufen. Man hat von Seiten der Feuerwehr vorgeschlagen, das Grundstück neben dem Gerätehaus zu kaufen, um dort eine neue Halle zu errichten. Auch das Hydrantennetz der Stadt ist im desolaten Zustand und muss dringendst erneuert werden. Es wird ein neues Rettungsgerät von der Firma LANCIER angeschafft. Im laufenden Jahr wurden verstärkt Brandschutzerziehung an Schulen und Übungen, bei ortsansässigen Firmen, durchgeführt. Viel zu früh und unerwartet stirbt unser Bastelmeister Alfred Hesse. Die Feuerwehr erweist ihm, mit großem Aufgebot, die letzte Ehre. Die Altersgruppe ist wieder sehr aktiv und führt neben ihren regelmäßigen Dienstabenden mehrere Fahrten und Wanderungen durch. Die Jugendfeuerwehr erzielen bei einem Fotowettbewerb, welcher durch die Niedersächsische JF und der Concordia Versicherung ausgerufen wurde, den 1., 7. und 9. Platz. Man führt ein Zeltlager in Bad Lauterberg durch. Insgesamt wurde die Wehr zu 35 Einsätzen gerufen. Mitgliederbestand: 90 Aktive, 39 Jugendfeuerwehr, 307 fördernde und 6 Ehrenmitglieder.

1998
Wieder ein Jubiläumsjahr. Die Feuerwehr wird 125 Jahre alt. Über Pfingsten wurde zusammen auch die 10-jährige Städtepartnerschaft mit La Montagne am Schützenhaus gefeiert. Zu dem Jubiläum wurde eine Chronik erstellt. Auch beim Guildo Horn Konzert, bei der VW Vertretung Vatterott, war die Feuerwehr mit Absperrmaßnahmen dabei. Im Rahmen des Jubiläumsjahres nahm die Feuerwehr wie jedes Jahr am Schützenfest und am Altstadtfest teil. Auf dem Altstadtfest gab es Vorführungen, Ausstellungen und eine Feuerwehrmodenschau. Es wurde wieder Brandschutzerziehung an den Schulen und Übungen im Stadtgebiet durchgeführt. Im November überraschte die Stadt dann das Hochwasser. An zwei Schwerpunkten in der Stadt war die Feuerwehr mit allem verfügbaren Gerät und voller Mannschaftsstärke im Einsatz. Im Durchschnitt war jedes aktive Feuerwehrmitglied 22 Stunden im Einsatz. Die Feuerwehr war allerdings selbst sehr schlimm betroffen. Im Gerätehaus stand das Wasser bis zu 70 cm hoch. Die Renovierung wird noch viel Arbeit nach sich ziehen. Im Landkreis soll ein Gefahrgutzug aufgebaut werden. Beim Hallenbau ist man einen Schritt weiter: Das Grundstück ist gekauft. Jetzt fehlt nur noch die Halle.

1999
Es beginnt ein Jahr vollgepackt mit Aktivitäten. Im Januar wird eine Begehung des Krankenhauses durchgeführt, ebenfalls ein Erste Hilfe Lehrgang. Im März folgt ein Grundlehrgang für junge Feuerwehrkameraden. In einer Wochenendaktion wird eine Hydrantenspülung ( 247 ) durchgeführt. Die Feuerwehr erhält dieses Jahr ein neues Einsatzleit- und Mehrzweckfahrzeug. Der Fiat Ducato, 9-Sitzer, wurde von der Firma Schünemann Holzminden und in Eigenleistung ausgebaut. Im laufenden Jahr wurden Übungen im Schulzentrum, Freibad, Krankenhaus und bei den Firmen PSL und Eilers durchgeführt. Die Feuerwehr richtete die Kreiswettbewerbe aus und nahm an verschiedenen Feuerwehrfesten im Landkreis/ Samtgemeinde teil. Die Jugendfeuerwehr bekam von einem ortsansässigen Einzelhändler Mützen gespendet und es wurden neben dem Kreiszeltlager am Stemmer See, bei Rinteln, auch die Flughafenfeuerwehr Hannover besucht. Die Altersabteilung unternahm im laufenden Jahr wieder einige interessante Fahrten und Wanderungen. Um das Neue Jahrtausend in der Stadt willkommen zu heißen veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Stadtoldendorf eine Silvesterparty für die Stadt. Es wurde ein voller Erfolg. Insgesamt wurde die Wehr zu 47 Einsätzen, davon 8 Brände und 39 technische Hilfeleistungen, gerufen. Der Mitgliederbestand am Ende dieses Jahrtausend betrug: 99 Aktive, 29 Jugendfeuerwehr-, 330 fördernde und 5 Ehrenmitglieder.

– 2000 bis heute –

2000
Endlich ist es so weit, der Bau der neuen Fahrzeughalle beginnt. Es gibt Probleme mit dem Tanklöschfahrzeug. Der Tank löst sich auf. Und das Fahrzeug muss stillgelegt werden. Ein Gutachten bei der Abnahmestelle an der Landesfeuerwehrschule in Celle und die Bemühungen eines Rechtsanwaltes veranlassten die Herstellerfirma dann zu einer umfassenden Reparatur. Es wird eine Umweltschutzgruppe in der Samtgemeinde aufgestellt. Diese Gruppe wurde zusammengestellt, um auf Gemeindeebene für die Erstmaßnahmen bei einem Gefahrgutunfall gerüstet zu sein. Im laufenden Jahr wurde mit der Brandschutzerziehung an den Schulen und den Kindergärten vorgesetzt. Dies ist mittlerweile zur festen Aufgabe der Feuerwehr geworden. Im August wurde die Feuerwehrmesse „Interschutz“ in Augsburg besucht. Hier interessierte man sich besonders für Rüstwagen der verschiedenen Hersteller. Für das Jahr 2001/2002 ist eine Ersatzbeschaffung für den fast 30 Jahre alten Rüstwagen vorgesehen. Die neue Fahrzeughalle wurde am 12. November eingeweiht. Im Sommer wurde eine Ferienpassaktion durchgeführt. Operation „Hilfslöschmeister“ war ein voller Erfolg.

2001
Wieder mal ein ausgefülltes Feuerwehrjahr. Die Feuerwehr führte auch dieses Jahr wieder zahlreiche Übungen, Ausbildungen, Veranstaltungen und 30 Einsätze durch. Es wurden in den Wintermonaten Unterrichte vom THW und Polizei gehalten, Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten durchgeführt. Die drei Gipswerke überreichten der Feuerwehr Sachspenden („Rollgliss“, Trennschneidgerät, ein Hohlstrahlrohr und Handschuhe). Im April führte man eine Hydrantenüberprüfung durch. Das Tanklöschfahrzeug leckt schon wieder, trotz Garantieleistung. Nach weiteren Verhandlungen und Expertenmeinungen wurde der Kunststofftank gegen einen neuen Tank aus Aluminium-Schiffsbauplatten ausgetauscht. Neue Aufgaben kommen auf die Feuerwehrleute zu: Der Katastrophenschutz geht immer mehr zu Lasten der Gemeinden und überraschend kommen die Maul- und Klauenseuche und die Milzbrandanschläge (nach dem 11.Sept.) auf die Feuerwehren zu. Die Jugendfeuerwehr und Altersabteilung waren auch in diesem Jahr wieder gut in die Geschehnisse der Wehr mit eingebunden und haben in ihren Bereichen stattliche Aktivitäten zu verzeichnen. Mitgliederbestand am Ende des Jahres: 66 Aktive, 23 Jugendfeuerwehr, 32 Altersabteilung, 330 fördernde und 7 Ehrenmitglieder.

2002
Das Dienstbuch aus diesem Jahr berichtet über 47 Ausbildungsdiensten. Ein Höhepunkt nach dem anderen. Am 29.April wurde der neuer Rüstwagen offiziell übergeben. Die Erstellung einer Internetseite beginnt. Auch ein besonderes Ereignis war die Verleihung der Auszeichnung „Partner der Feuerwehr“ an den Geschäftsführer der Vereinigten Gipswerke Stadtoldendorf. Diese Auszeichnung wird im Land Niedersachsen für eine beispielhafte Förderung und Unterstützung des Feuerwehrwesens und des ehrenamtlichen Einsatzes vieler Mitarbeiter dieser Firma verliehen. Es ist die erste Auszeichnung dieser Art im Landkreis Holzminden!!! Ein weiteres Highlight war der Feuerwehrtag am 31.August. Die Infoveranstaltung rund um das Thema Feuerwehr und Hilfsorganisationen war ein voller Erfolg.
57 Einsätze im laufenden Kalenderjahr sind zu verzeichnen. Auch im Jahr 2002 wurden wieder viele Veranstaltungen durchgeführt, wie das Wintervergnügen, Teilnahme am Schützenfest, Unterstützung der Logistik im Kreiszeltlager, Unterstützung der erstmals durchgeführten Poolparty im Freibad.. Die Jugendfeuerwehr führte auch wieder zahlreiche Veranstaltungen durch. Hier sei der traditionelle Badespaß in Bodenwerder, Teilnahme bei den Feierlichkeiten des 40jährigen Bestehen der niedersächsischen Jugendfeuerwehr in Holzminden und die Teilnahme am Kreiszeltlager erwähnt. Das Videofilmteam erstellte für den Feuerwehrtag einen Film, der nun auch für den vorbeugenden Brandschutz genutzt wird. Die Altersgruppe führte in diesem Jahr unter anderem Fahrten nach Plauen und Papenburg zur Meyerwerft durch. Der Mitgliederbestand am 31.12.: 33 Jugendfeuerwehr, 71 Aktive, 29 Altersgruppe und 321 fördernde Mitglieder.

2003
Am 01.Januar ist es soweit. Die Feuerwehr Stadtoldendorf ist jetzt auch „Online“. Unter www.ff-stadtoldendorf.de findet der Interessierte aus aller Welt sämtliche Informationen rund um den Stadtoldendorfer Feuerwehralltag. 8 Feuerwehrkameraden / -innen erhielten nach erfolgreicher Prüfung die Fahrerlaubnis der Klasse C (Lastkraftwagen über 7,5 to z.G.G.) zum „ermäßigtem Preis“. Dieses war möglich, weil ein ortsansässiges Fahrschulunternehmen, in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Stadt, ein günstiges Angebot vorlegte. Dafür wurde dann ein Löschgruppenfahrzeug zum Fahrschulauto modifiziert. Im Sommer wurden die partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren französischen Freunden aus La Montagne wieder gefestigt. Eine Abordnung kam zu Besuch in die Stadt. Die Wettkampfgruppe erhielt als erste Gruppe, aus dem Land Niedersachsen, die Rheinlandpfälzische Leistungsmedaille in Bronze. Bei einer Großübung der Kreisbereitschaft in Alfeld waren auch Fahrzeuge und Kameraden aus Stadtoldendorf mit dabei. Unser Kamerad Werner Krüger ( immer besorgt um das leibliche Wohl der Kameraden ) verstirbt völlig unerwartet und hinterlässt ein große Lücke. Eine „mißlungene“ Alarmübung zieht personelle Veränderungen in der Samtgemeinde nach sich. Neuer Gemeindebrandmeister wird unser Kamerad Karl Schomburg. Die Drehleiter muss neu beschafft werden. Reparaturkosten steigen ständig und sind nicht länger hinnehmbar. Eine Entscheidung wird aber leider erst im nächsten Jahr erwartet.

2004
Das Jahr wird durch einen Großbrand in Halle eingeläutet. Unsere Drehleiter ist mit dabei..Die lange Halle hat ein neues Dach bekommen und der Garten wird auf Vordermann gebracht. Neue Pflasterung, neue Grillhütte, etc. Ein schönes Bild. Das Jahr 2004: das Jahr der Hochzeiten. In den Feuerwehrreihen gab es in diesem Jahr 5 Eheschließungen. Die Bürger der Stadt und Samtgemeinde sind wieder sicher: Es wurde eine neugebrauchte Drehleiter beschafft. Von der Firma Drehleiterservice in Kandel ( bei Karlsruhe ) wurde wieder eine Drehleiter mit Korb 23/12 beschafft. Ehemals fuhr die Leiter in Clausthal-Zellerfeld und in Altenau (Harz), bevor sie über Frankreich und Karlsruhe nach Stadtoldendorf kam. Mehrere Festlichkeiten wurden von der Feuerwehrkameradschaft durchgeführt, ein Hoffest und das Herbstfest. Es wurde der 1.Notfalltag in Stadtoldendorf, unter der Leitung der Johanniter Unfallhilfe Holzminden, durchgeführt. Als weiteres Highlight stand der Tag der Niedersachsen in Holzminden auf dem Programm. Die Feuerwehr Stadtoldendorf war mit beteiligt. Die Jugendfeuerwehr hatte neben vielen Veranstaltungen im Jahr an einem Zeltlager in Hondelage teilgenommen. Die Altersabteilung war in Hannover beim NDR, um in der Unterhaltungssendung BINGO ganz groß mitzumischen. Immer mehr Kameraden müssen sich einen Arbeitsplatz außerhalb des Landkreises suchen und somit hat dies Auswirkung auf den den leicht rückläufigen Mitgliederbestand. Im Jahr 2004 sind 44 Einsätze zu verzeichnen.

2005
Highlight des Jahres: 40 Jahre Jugendfeuerwehr Stadtoldendorf, Interschutz in Hannover und ein neues Mehrzweckfahrzeug. Die Jugendfeuerwehr in Stadtoldendorf wird 40 Jahre alt. Zu diesem Anlass gibt es einen Festakt im März, ein Jubiläumszeltlager und es werden die Kreiswettbewerbe der Jugend in Stadtoldendorf durchgeführt. Es fand wieder ein Kreiszeltlager am Stemmer See statt. Alle 5 Jahre findet in Hannover die Interschutz statt. Fachmesse rund um Sicherheit und Feuerwehr. Unser MTW ( VW-Bus ) kommt ins Alter und wird ersetzt durch ein neues, gebrauchtes Mehrzweckfahrzeug. MB Sprinter Doppelkabine mit Plane/Pritsche. Die Fahrzeuge wurden von der Feuerwehrkameradschaft angeschafft. Es wird damit auf die veränderten Führerscheinsituation reagiert. Immer mehr Kameradinnen / Kameraden besitzen nur noch einen „B-Führerschein“ und können unser Gespann ( Bus 9-Sitzer und Anhänger 1to ) nicht mehr bewegen. Mit dem neuen Fahrzeug ist der Transport von Mannschaft und Gerät wieder gewährleistet. Durchführung einer Tagesfahrt der aktiven Abteilung zum Erdölmuseum Wietze und zum Vogelpark Walsrode. Erfreulicher Weise gibt es dieses Jahr wenig Einsätze für die Feuerwehr. Somit vertiefen wir uns in die Ausbildung. Ein Urgestein der Feuerwehr und Begründer der Alterswehr stirbt nach langer Krankheit: Wilhelm Allerkamp. Ebenso unverständlich verlässt uns unser Kamerad Stefan Heller. Viele Fragen, aber keine Antworten. Es gibt weiterhin Probleme im Mitgliederbestand der Feuerwehr: Immer mehr Kameraden müssen ihrer Arbeitsstätte/ Wohnstätte außerhalb des Landkreises suchen und ziehen weg. Dieses reißt Lücken in die Reihen der Wehr, welche schwer wieder aufzufüllen sind. Der Kommandowagen des Landkreises steht mehr in der Werkstatt, als das er für Einsätze zur Verfügung stehen kann. Ein neues Fahrzeug ist nicht in Sicht!

2006
Die Einsatzzahlen sind rückläufig und es wird ein relativ ruhiges Jahr für die Feuerwehren. Wiedereinmal vollgelaufene Keller im Stadtgebiet, speziell auf der Neuen Strasse. Unwettereinsätze werden immer mehr und heftiger. Ebenso sind einige Einsätze die den Bereich „Vogelgrippe“ betreffen zu erwähnen:Es gab aber keinen bestätigten Fall im Bereich. Highlight des Jahres war die Unterstützung der Initiative „Rettet den Kellbergturm“ bei einem Konzert im Steinbruch. Diverse Neuanschaffung von „Kleingerät“ wurde durchgeführt. Zum Jahresende wird ein neuer Rettungsatz, bestehend aus neuem Aggregat und Schere, Spreizer, ausgeliefert. In Eigenarbeit wurde der Unterrichtsraum zu einem modernen „Multi-Media-Ausbildungs- und Unterrichtsraum“ renoviert. Seit 2005/2006 besteht in den Reihen der Feuerwehr auch eine Modellbaugruppe. Ziel soll der Aufbau einer Modellfeuerwehr und die Teilnahme an Ausstellungen sein. Auch die Internetseite hat ein neues Design und wurde um einige neue Bereiche erweitert. Die ersten Kameraden der Wehr waren in dem Brandübungshaus in Lemgo ( NRW). In Sachen Einsatzleitwagen (ELW/KDOW) des Landkreises haben sich die Parteien genähert. Die Anschaffung eines neuen ELW 2 ist für 2007/2008 geplant. Nach mittlerweile 26 Jahren Einsatzdienst wird es auch Zeit für eine Ersatzbeschaffung unseres LF 8. Geplant wird mit der Beschaffung im Jahr 2008. Die Jugendfeuerwehr führte ein großes Zeltlager am Freibad durch. Geladen waren die befreundeten Jugendfeuerwehren aus Hondelage, Bad Lauterberg, Burhave, Tossens und Eckwarden. Es kündigt sich eine Personalveränderung in der Führung der Feuerwehr ab. Die Tätigkeiten des Vorsitzenden der Feuerwehrkameradschaft werden vom Aufgabenfeld des OrtsBM getrennt. Viele Aktivitäten wurden durch Feuerwehrkameraden neben dem üblichen Ausbildungsstunden durchgeführt. Doch bei stetig sinkenden Mitgliederzahlen werden diese Aktivitäten und Veranstaltungen zum Mehraufwand für die Wenigen!!! Leider sind immer mehr Menschen nicht bereit sich für das Allgemeinwohl ihrer Stadt oder ihres Vereines miteinzubringen. Auch die Feuerwehr leidet unter dieser Tatsache und ist meist der erste Ansprechpartner für „unangenehme Tätigkeiten“, die langwierige Arbeitszeiten nach sich ziehen. Scheint wohl ein Problem unserer Gesellschaft zu sein!!!! Unser aktiver Kamerad Werner Tolusch geht völlig überraschend von uns.
Der Mitgliederbestand beträgt zum Jahresende: 56 Aktive, 26 Jugendfeuerwehr, 27 Altersabteilung, 340 fördernde Mitglieder.

2007
Personalveränderung an der Führung: Neuer Stellvertretender Ortbrandmeister wird Jürgen Krüger, Karl Heinz Thiessen übernimmt den Posten des Gerätewartes. Ortsbrandmeister Ulrich Müller bleibt noch für ein Jahr im Amt. Neuer Vorsitzender wird Martin Böker. Mehr Platz an der neuen Strasse: Die Stadt überlässt der Feuerwehr die Wohnung im Vorderhaus. Es werden diverse Umbaumaßnahmen durchgeführt und die alten Wohnräume werden zu Büroräumen, Duschräume für Damen und Herren sowie Toiletten umgebaut. Die Bauzeit betrug etwa 9 Monate, auch aufgrund schlechter Beteiligung an der Baumaßnahme. Das Orkantief KYRILL hält im Januar des Jahres die Feuerwehren des Landkreises in Atem. Weitere Unwettereinsätze folgen im August und September. Auch das Feuerwehrhaus ist wieder vom Wasser betroffen. Diesmal waren wir vorbereitet. Eine Hitzewelle im April sorgt für weitere Einsätze und einige Felder brannten. Im Mai verstirbt im Alter von 85 Jahren, nach langer Krankheit, unser Kamerad Gerd Stahr. Er war einer der ältesten aktiven Feuerwehrkameraden der Wehr. Die Wehr verliert einen Mann der immer ein offenes Ohr für die Probleme der alten und jungen Kameraden gehabt hat. Eine gute Seele ist von uns gegangen. Im August werden Wahlen durchgeführt. Jürgen Krüger wird im zweiten Wahlgang als neuer Ortsbrandmeister ab 2008 bestätigt. Sein neuer Stellvertreter wird Jens Siebeneicher. Ab der Jahreshauptversammlung 2008 werden sie dann die Geschicke der Wehr leiten. Der Innenminister von Niedersachsen war auf seiner Sommertour mit dem Rad zu Besuch im Feuerwehrhaus. Eine kleine Abordnung nahm an der ersten Fitnessaktion des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen teil: „FEUERWEHR BEWEGT“. Die Fahrrradtour mit ca.600 Teilnehmer rund um Stadthagen war ein voller Erfolg. Wieder einmal haben aus dem Kreise der Feuerwehr mehrere Kameraden und Kameradinnen sich das JA-Wort gegeben. Gerd Lobitz heiratete seine Doris in Bodenwerder, Enno Walter und Saskia Walter (geb.Hoyer) gaben sich im September ihr Ja-Wort und im Dezember heiratete unser Kamerad Dietmar Liesch seine Martina. Auch für den Nachwuchs in der Feuerwehr wurde gesorgt. Emilie Nike Schriever, Lennart Sander und Femke Emilie Walter erblickten das Licht der Welt. Die Entwicklung der Technik schreitet immer weiter voran. Auch über den Fahrzeugpark der Feuerwehr wird zum Jahresende stark diskutiert und Innovationen gesucht. Die Mitgliederzahlen bleiben in diesem Jahr fast unverändert: 63 Aktive, 28 Jugendfeuerwehr, 26 Altersabteilung. Die Einsätze im Jahr 2007 belaufen sich auf 51: 26 Technische Hilfeleistung, 13 Brände, 2 Fehlalarme und 11 Sonstige Einsätze.

2008
Auf der Jahreshauptversammlung führte Ulrich Müller das letzte Mal durch die Versammlung und übergab die Dienstgeschäfte an Jürgen Krüger. Es sollte kein einfaches Jahr werden. Neben den 69 Einsätzen im Jahr wurden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt: Der Kreisjugendfeuerwehrtag und die Wettbewerbe des Südkreises der Feuerwehren wurden in Stadtoldendorf abgehalten, die Feuerwehr nimmt an der Homburgmesse in der ehemaligen Kaserne teil, zahlreiche Besuche befreundeter Wehren und Teilnahmen an Zeltlagern sind zu verzeichnen und einige Feste und Feiern prägen das Jahr. Das Hoffest wird, trotz strömenden Regens, ein voller Erfolg. Die Franzosen aus La Montagne sind in die Stadt gekommen, um 20 Jahre Partnerschaft mit uns zu feiern. Die Feuerwehr ist groß mit dabei. Beim 24-Stunden-Lauf unterstützten wir die Veranstaltung mit Technik und Gerät und drehten selbst 212 Runden um den Sportplatz. Ebenso nahmen 4 Kameraden an einem Biatlon teil und belegten sehr gute Plätze. Auch in diesem Jahr gab es wieder zahlreiche Hochzeiten und Geburten in den Reihen der Feuerwehr. Dietmar Liesch vollzog seine kirchliche Trauung mit Martina, Dennis Kemmerich heiratete seine Anja, Manuel Pessarra heiratete seine Britta und Svenja Schomburg heiratete in Kirchlenglern ihren Jan. Nachwuchs gab es in den Reihen der Feuerwehrführung. Die kleine Julia von Carmen und Jens Siebeneicher erblickte das Licht der Welt.
Zahlreiche Übungen und Weiterbildungen standen auf dem Programm der Feuerwehr. Fahrt zur Rett-MOBIL in Fulda, Besuch eines Seenotrettungskreuzer in Cuxhaven und Übungen im Stadtbereich runden das Bild ab. Die jetzt junge Wettkampfgruppe konnte sich, nach einigen Ausscheidungswettbewerben auf Samtgemeinde und Kreis zu den Wettbewerben auf Bezirksebene in Hänigsen qualifizieren. Ein sehr guter 10. Platz kam dabei heraus.
Seit dem 01.04.2008 hat der Landkreis Holzminden keine eigene Rettungsleitstelle mehr. In Kooperation entsteht in Hameln an der neuen Rettungswache der Feuerwehr die erste Kooperative Regionalleitstelle in Niedersachsen. Der Ansprechpartner änderte sich von „Florian Holzminden“ auf „Florian Ith“ . Kurz nach der Umstellung kommt es im Landkreis, aufgrund alter maroder Technik zu mehreren Funkausfällen. Der in Stadtoldendorf stationierte 28 Jahre alte Einsatzleitwagen 2 übernimmt, bis der Kreis reagiert, den Funkverkehr und die Alarmierung des Landkreis Holzminden.
Die Planungen für die Beschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges (LF) laufen auf Hochtouren. Das vorhandene, 28 Jahre alte Fahrzeug LF 8 wird nun nicht durch ein LF in Größe 10/6 sondern in Größe LF 20/16 ersetzt. Auslieferung des Fahrgestells war bereits in 2008, der Aufbau kommt in 2009 dazu und endgültig auf dem Hof stehen wird das Fahrzeug wohl Anfang Juli 2009.
Im Jahr 2008 wurden weitere Ausrüstungsgegenstände an die Feuerwehr übergeben oder beschafft. So kann die Feuerwehr jetzt für den sicheren Atemschutzeinsatz 6 sog. „Totmannwarner“ ihr Eigen nennen. Auch für den Innenangriff wurden „Mobile Rauchabschlüsse“ angeschafft. Insgesamt kamen von einer Initiative der Öffentlichen Versicherungen Braunschweig 26 Stück in den Landkreis, wovon die Feuerwehr Stadtoldendorf 3 Stück erhalten hat.
Auch die Jugendfeuerwehr konnte sich aufgrund einer Spende der Volksbank Einbeck, der Feuerwehrkameradschaft und dem aktiven Mitglied Jens Siebeneicher, auf neue Wetterschutzjacken freuen. 35 neue Jacken konnten angeschafft werden.
Die Jugendfeuerwehr war auch in diesem Jahr stark in die Geschehnisse der Wehr eingebunden. Das Kreiszeltlager in Almke wurde besucht, die Teilnahme am Tag der Niedersachsen in Winsen (Luhe) konnte verzeichnet werden, Besuche befreundeter Wehren standen auf dem Programm und wieder ein voller Erfolg die Ferienpassaktion „Hilfslöschmeister“.
Die Feuerwehr kommt nicht zur Ruhe. Wieder ein Veränderung in den Führungsreihen. Aufgrund von Problemen in der Zusammenarbeit in Feuerwehr- und Samtgemeindeebene muss das Führungsduo neu gewählt werden. Jürgen Krüger macht nach nur einem Jahr im Amt des Ortsbrandmeisters Platz für ein neues Oberhaupt der Feuerwehr. In einer Wahl am Ende des Jahres werden Jens Siebeneicher (Ortsbrandmeister) und Michael Mundhenke (stellv. Ortsbrandmeister) als neues Führungsduo der Wehr gewählt.
Der Mitgliederbestand im Dezember: 30 Jugendfeuerwehr, 57 Aktive, 27 Altersgruppe und 352 fördernde Mitglieder.

2009
Ziel des Jahres: Zur Ruhe kommen und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr steigern. Das kann das neue Führungsteam der Feuerwehr gleich beweisen. Die Jahreshauptversammlung ist Pflichtprogramm; der Großeinsatz bei Wessarges & Hundertmark will wohl koordiniert sein und der Tag der offenen Tür ist sehr gutes Präsentieren des Aushängeschildes „Feuerwehr“.
Das Jahr war Einsatztechnisch mit 39 Einsätzen recht ruhig, allerdings mit Besonderheiten: Bisher größster Feuerwehreinsatz der Feuerwehr Stadtoldendorf. 260 Einsatzkräfte sind bei Brand einer Lagerhalle der Firma Wessarges & Hundertmark knapp 46 Stunden im Einsatz. Nachbarschaftliche Löschhilfen in Bodenwerder und Boffzen, diverse Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen und durch diverse Gründe durchgeführte Straßenreinigungen sind nur einige Einsätze 2009.
Veranstaltungen der Stadt, der Feuerwehr und Feuerwehrkameradschaft wurden wieder zahlreich durchgeführt und unterstützt. Die Stadt fährt zum Gegenbesuch nach La Montagne und die Feuerwehr ist mit einer großen Anzahl, auch vieler jüngere Kameradinnen und Kameraden, mit dabei. Es waren 4 aufregende und tolle Tage. Die Feuerwehr unterstützt das erstmal durchgeführte internationale Kinderfest, den 24-Stunden Lauf, sowie die Ferienpassaktion mit der „Hilfslöschmeisterausbildung“.
Der Tag der offenen Tür im August wird ein voller Erfolg. In nur wenigen Stunden wird dem Interessierten in Vorführungen, Ausstellungen sowie Wort und Bild alles rund um die Arbeit der Hilforganisationen gezeigt und anschaulich erklärt. Wiederholung ist gewiss und geplant für 2015/2016.
Ein weiteres Highlight des Jahres ist die Abholung und Indienststellung des neuen Löschgruppenfahrzeuges 20/16. Nach gut 3 Jahren Planung konnte das Fahrzeug im Juni von der Firma Ziegler abgeholt werden. MAN TGM, 13 to, 240 PS, 2000 Ltr Wassertank und viel Technik. Nur einige Daten des neuen Fahrzeuges.
Zur Festigung und Steigerung der Ausbildung wurden zahlreiche Übungen in der Stadt und der Samtgemeinde durchgeführt. Eine Übung für eine 170 Personen starke Kreisbereitschaft aus Nienburg wurde ausgearbeitet und ebenso mit der Kreisbereitschaft der Landkreises Holzminden an einer Übung in Hildesheim teilgenommen. Die Übungsausarbeitung wird auf Nachfrage auch in Zukunft für andere Feuerwehren durchgeführt. Ein Zeichen von guter Qualität in der Ausbildung.
Unser Kamerad Wolfgang Brandt stellt sich für das Amt des stellvertretenden Kreisbrandmeister zur Verfügung und wird einstimmig gewählt. Das hat zur Folge , das er das Amt des Zugführers in der Wehr nicht mehr ausüben kann. Es gibt eine kleine veränderung beim Personal. Neuer Zugführer wird zum Jahreswechsel Ulrich Müller. Vorhandene Kompetenz wird genutzt!! Zahlreiche Geräte konnten im Jahr 2009 durch Spenden angeschafft werden. Dennoch fehlt es noch an wichtigen Gerätschaften im neuen Löschgruppenfahrzeug.
Auch die Jugendfeuerwehr und Altersabteilung waren wieder sehr aktiv.
Die Jugendfeuerwehr nahm neben den traditionelle Schwimmwettbewerben in Bodenwerder an den Kreiswettbewerben des Landkreises teil. Die Ferienpassaktion wurde durchgeführt, der Tag der Umwelt mit maßgeblicher Beteiligung der Jugendfeuerwehr durchgeführt. Ein Zeltlager in Soltau wurde mit den befreundeten Feuerwehren durchgeführt und zahlreiche Aktionen im Stadtgebiet unterstützt. Die Weihnachtsfeier wurde nicht wie gewohnt im Kreise der Familien durchgeführt und Sketche aufgeführt. Vielmehr fand man sich zum Weihnachtsmarkt- und Eisbahnbesuch in Paderborn ein.
Die Altersabteilung feierte ihr 30-jähriges Bestehen mit einem kleinen Festakt. Ebenso wurden zahlreiche Vorträge organisiert, Firmen im Landkreis besucht, sowie der Landtag in Hannover unter die Lupe genommen. Das neue Jahr wirft auch schon seine Schatten voraus. Die Planungen für eine Fahrt zur Interschutz nach Leipzig, sowie eine Tagesfahrt der Aktiven Wehr im Herbst stehen auf dem Programm. Auf Samtgemeindeebene soll jetzt eine gemeinsame Kleiderkammer eingerichtet werden. Noch regt sich Widerstand. Dennoch ist es der richtige Schritt zum effizienten Haushalten im Feuerwehrwesen.
Der Mitgliederbestand im Dezember: 32 Jugendfeuerwehr, 62 Aktive, 25 Altersgruppe und 369 fördernde Mitglieder.

2010
Feuerwehr immer in Bewegung: Neuer Einsatzleitwagen, Gründung einer Kinderfeuerwehr und wieder eine große Personalveränderung innerhalb der Feuerwehr. Das Jahr wird dazu genutzt die Kontakte zu den Nachbarwehren der Samtgemeinde Eschershausen zu vertiefen. Zahlreiche Treffen mit der Ortsfeuerwehr Eschershausen werden durchgeführt. Ebenso werden zahlreiche gemeinsame Besprechungen zur Vorbereitung der neuen Feuerwehrstruktur ab 2011 durchgeführt. Die Ortsfeuerwehr hat eine neue Abteilung. Unter der Leitung von Carmen Heller-Brandt wird eine Kinderfeuerwehr eingerichtet. Die nötige Satzungsänderung ist schnell vollzogen, ebenso die Suche nach Kindern für die Kinderfeuerwehr. Der Andrang ist riesig groß und die offizielle Gründung kann im Herbst vollzogen werden. Die internationale Leitmesse Interschutz wird in Leipzig besucht. Anregungen einholen und sich über die neuesten Entwicklungen informieren. Ein fantastisches Musical im Steinbruch. Die Feuerwehr unterstütze die Firma VG beim Catering. Ein voller Erfolg. En weiterer Erfolg für die Wettkampfgruppe. Sie kann sich für die Regionalwettbewerbe nach Rinteln qualifizieren. Leider reichte es hier nur zu einem mittleren Platz. Ein neuer Wettbewerb kommt und es wird wieder fleißig geübt. Dreißzig-Jahre Kommunikationstechnik des Landkreises Holzminden wird ersetzt. Für rund 300.000 EURO schafft der Landkreis Holzminden einen Einsatzleitwagen 2 an und ersetzt damit den alten Kommandowagen. Die Unterbringung erfolgt wie fast selbstverständlich in der Fahrzeughalle in Stadtoldendorf. Eine bessere Beteiligung der Stadtoldendorf Feuerwehrführung bei der Anschaffung / Unterbringung wären schön gewesen, zumal sich mit der Unterstellung des Fahrzeuges die Raumnot im Feuerwehrhaus wieder verschlechtert hat.
Ab Mitte des Jahres kommte es bei der Kassenführung zu Unstimmigkeiten und eine detailreiche Aufarbeitung der Kassengeschäfte der letzten 10 Jahre muss durchgeführt werden. Aufgrund der begründeten und nachvollziehbaren Differenzen kommt es zu einer Veränderung des Kassenwartes. Die Enttäuschung der Kameraden ist groß. Damit verbunden auch eine Verschiebung der Jahreshauptversammlung, um den Vorfall ordnungsgemäß aufzuarbeiten. Die Durchführung findet erst im April statt und auch an einem neuen Ort: dem Soldatenheim.
Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände können zum Jahresende durch die Feuerwehrkameradschaft angeschafft werden. Atemschutznotfalltasche, neue sog. Totmannwarner, diverses Kleinmaterial und auch eine Wärmbildkamera werden noch vor Jahresende an die Feuerwehr ausgeliefert. Alles zum Schutz der eingesetzten Feuerwehrkameradinnen und -kameraden und letztendlich zur schnelleren Rettung von verunfallten und eingeschlossenen Personen. Zu Jahresende wird auch das neue Feuerwehrsamtgemeindekommando gewählt. Neuer Gemeindebrandmeister für die Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf wird Frank Teiwes, sein Stellvertreter Ulrich Müller. Die Statistik für das vergangene Jahr: 54 Einsätze, 60 Aktive Kameradinnen u. Kameraden, 24 Altersabteilung, 28 Jugendfeuerwehr und 32 Kinderfeuerwehr

2011
Unruhe in der Feuerwehr, neue Samtgemeindefeuerwehr und viele Aktivitäten in der Stadt. Das Feuerwehrjahr war wieder voll von unzähligen Diskussionen und Aktivitäten. Die Veränderungen bei der Kassenführung führen weiterhin zu Unmut. Wann wird es denn nun endlich ruhig??
Unsere französischen Freunde aus La Montage sind zu Besuch in Stadtoldendorf und erleben wieder ein wunderschönes Wochenende in Stadtoldendorf. Die Feuerwehr richtete wieder einmal ein Hoffest aus. Leider wurde es von der Bevölkerung nicht so gut angenommen. Mit den Franzosen war es aber dennoch ein schönes Fest.
Die Kinderfeuerwehr hat ihr Jahr. Viele Aktivitäten sind im Dienstplan dokumentiert. Interessante Unterrichte, zahlreiche erfolgreiche Wettbewerbe und Teilnahme am Umzug des Schützenfestes, Besuch der Kinderfeuerwehr Meine und sportliche Teilnahme am 24-Stunden-Lauf. Die Nachfrage zum Eintritt in die Kinderfeuerwehr ist nach wie vor hoch. Es wurden für die Kinderfeuerwehr im laufenden Jahr zahlreiche Ausrüstungsgegenstände gespendet.
Die Feuerwehr nahm an vielen Aktivitäten in der Stadt teil.
Der neue Einsatzleitwagen 2 des Landkreises macht seine Vorstellungsrunde durch die Region. Teilnahme an Einsätzen, zahlreichen Übungen und Fahrzeugausstellung bei vielen Tag der offenen Türen. Statistik zum Jahresende: 49 Einsätze, 62 Aktive, 22 Jugendfeuerwehr, 30 Kinderfeuerwehr, 24 Altersabteilung

2012
Umfangreiche und gute Ausbildung, erste Schritte bei der Neubeschaffung der Drehleiter, erster Blick auf das Jubiläum im Jahr 2013 und leider noch kein Abschluss in der Angelegenheit um die Kassengeschäfte.
Im Jahr 2012 werden zahlreiche Ausbildungen gemeinsam mit der Feuerwehr Eschershausen durchgeführt. Im März führt man ein Seminar Technische Hilfeleistung durch. Ein voller Erfolg. Ebenso wächst die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger und der Gefahrgutkomponente zusammen. Zum Ende des Jahres gab es wieder eine gemeinsame Truppmannausbildung.
Eine weitere sehr gute Ausbildung war die Durchführung eines Drehleiterseminars mit Unterstützungen der beiden Referenten von www.drehleiterausbildung.de. An einem Tag wurden die wichtigsten Handgriffe und Taktikvarianten zum Einsatz der Drehleiter ausgebildet. Die Ausbildungskosten wurden durch den Förderverein Feuerwehrkameradschaft e.V. getragen.

Die Umkleide für die Einsatzausrüstung bekommt ein neues Bild. Auch mit Mitteln des Fördervereins, der Feuerwehrkameradschaft e.V., konnten die neuen Ausrüstungsspinde beschafft werden. Insgesamt 80 Spinde mit abschließbarem Wertfach bieten jetzt zeitgemäßen und ausreichend Platz für die unterschiedlichen Ausrüstungsgegenstände der Feuerwehrangehörigen.
Die ersten Schritte der Feuerwehr wurden vollzogen zu Beschaffungen eine Hubrettungsfahrzeuges im Jahr 2014. Dann wird bei dem jezt schon 32 Jahre alten Ersteinsatzgerät eine umfangreiche und teure Instandhaltung und Inspektion erforderlich. In diesem Jahr schaute man sich mehrere System an. Neue Technik von Magirus und eine Hubrettungsbühne der Firma Bronto. Weiterhin fuhr man nach Langelsheim und Northeim, um Fahrzeuge im Einsatz zu besichtigen und andere Meinungen zu hören. Die große Tendenz der Feuerwehrkameraden geht nun in Richtung einer neuen Hubrettungsbühne. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältiger und in unserere Region sinnvoller einsetzbar. Die Finanzierung der Gemeinde wird uns allerdings noch ein wenig Sorgen bereiten.

2013 feiert die Feuerwehr Stadtoldendorf ihr 140-jähriges Jubiläum. Bei den ersten Besprechungen wurde man sich einig, dass es ein Fest für die Feuerwehr und die Bürger der Stadt werden solle. An zwei Tagen soll gefeiert werden. Dabei gibt es einen Blaulichtaktionstag, Wettbewerbe der Kinderfeuerwehren im Landkreis und ein Hofkonzert am zweiten Tag. Auf ein großes Zeltfest wird verzichtet, zumal es in der Umgebung davon schon genug gibt. Die beste Art sein 140-jähriges Alter zu zeigen, ist an diesem besagten Wochenende im August. Zum 150-jährigen Jubiläum 2023 könnte man es aber wohl mit einem Zeltfest so durchführen.
Die analogen Funkalarmempfänger werden gegen neue Digitale ausgetauscht. Jetzt haben alle Feuerwehrangehörigen einen Melder und sind jederzeit im Landkreis erreichbar. Die Umstellung sollte zum Jahresende erfolgen, aber aufgrund Technikprobleme wird das System noch bis Anfang 2013 parallel ausprobiert werden müssen und es erfolgt eine Alarmierung der Rettungskräfte sowohl über analoge und digitale Melder. Die damit verbundene Anpassung der Alarmierungspläne zahlte sich schon aus. Schwere Unfälle im Gemeindegebiet fordern die Rettungskräfte heraus. Die Einsätze sind zum Teil sehr belastend und mehrfach müssen Notfallseelsorger zu den Einsatzstellen beordert werden. Auch hier klappt die Zusammenarbeit sehr gut. Ein unverzichtbares System der Einsatznachsorge. Statistik zum Jahresende: 59 Einsätze, 59 Aktive, 21 Jugendfeuerwehr, 26 Kinderfeuerwehr, 25 Altersabteilung

2013
140 Jahre Feuerwehr Stadtoldendorf, weitere Schritte bei der Neubeschaffung der Drehleiter und mal wieder ein vollgepacktes Jahr. Wieder einmal ein Jubiläum. 25 Jahre Partnerschaft mit der französischen Stadt La Montagne. Eine große Abordnung aus der Stadt und durch die Feuerwehr fuhr nach Frankreich, um gemeinsam mit den Freunden dieses schöne Fest zu feiern.
Die Kinderfeuerwehren des Landkreises veranstalteten ihr erstes Zeltlager. Dieses fand am Freibad Bevern statt. Auch die Strolche aus Stadtoldendorf verbrachten dort ein schönes Wochenende bei super Wetter. Seit Februar des Jahres ist die Feuerwehr, neben dem eigenen Internetauftritt, nun auch in Facebook online. Mit über 230 „Likes“ zum Jahresende zeugt dieses von einem guten Start im Social-Media.
In diesem Jahr müssen wir uns von zwei „alten Kameraden“ verabschieden. Ein paar Tage nach der noch getätigten Ehrung mit dem Ehrenkreuz des Landes Niedersachsen für 60 Jahre Mitgliedschaft, verstirbt Hans Maiwald. Ebenso verstirbt unser geschätzter Kamerad Otto Möller nach langer Krankheit. Er hat viel für die Feuerwehr Stadtoldendorf getan.
Wieder einmal eine große Flut an der Elbe. Landauf, landab sind zahlreiche Hilfsorganisationen und die Bundeswehr an der Elbe, um schnelle Hilfe zu leisten. Und zum ersten Mal war auch die Kreisbereitschaft aus dem Landkreis Holzminden mit dabei. Mehrere Tage kämpfen sie zusammen gegen die Fluten. Auch zahlreiche Kameraden aus Stadtoldendorf waren mit dem ELW 2 und dem LF 16 TS im Einsatz.
Die „Blaulichtmeile“ zum 140 jährigen Jubiläum setzte dem Jahr die Krone auf. Wir haben uns mal wieder einen Namen in der Region gemacht. Zahlreiche Besucher und befreundete Feuerwehren waren mit dabei und hatten viel Spaß. Die nächste „Meile“ kommt mit ganz großen Schritten.
Die Neubeschaffung des in die Jahre gekommen Hubrettungsfahrzeuges, unserer Drehleiter, hat einen wichtigen Schritt genommen. Nach zahlreichen Sitzungen und Besprechungen der Verantwortlichen aus Politik und Feuerwehrwesen, wurde nach einer europaweiten Ausschreibung, das einzige Angebot der Firma Bronto genommen. Es handelt sich hierbei um eine gebrauchte Teleskopmastbühne (TMB), als Vorführfahrzeug, mit einer Rettungshöhe von bis zu 32 m. Ein Fahrzeug entsprechend den gültigen Normen und dem heutigen Standard. Das Fahrzeug ist bestellt!!! Im April/Mai 2014 soll die Auslieferung sein.
Ebenfalls neu angeschafft worden ist eine Anhänger, um die vorhandene Ausrüstung für Gefahrgutunfälle aufzunehmen. Dieser wurde durch Kameraden der Feuerwehr sehr kostengünstig selbst ausgebaut, um das Material sicher unterzubringen. Einige Ergänzungen fehlen noch und werden im neuen Jahr getätigt.
Im laufenden Jahr wurden wieder zahlreiche Ausbildungen vorbereitet und durchgeführt. Sei es im wöchentlichen Rythmus, als Workshop oder auch in Seminarform. Viel wurde dabei gelernt und wird in die laufende Ausbildung aufgenommen. Ein Schwerpunkt war im vergangenen Jahr die Ausbildung Absturzsicherung und der Atemschutzeinsatz. Hierbei gibt es in Punkto Sicherheit vieles zu beachten.
Zum Jahresende klettert der Mitgliederbestand wieder ein wenig. Alters-u. Ehrenabteilung 23, Einsatzabteilung 65, Jugendfeuerwehr 28, Kinderfeuerwehr 15 und fördernde Mitglieder 402.
Einsatzzahlen im laufenden Jahr: (67) davon 12 Brände, 41 Technische Hilfeleistungen, 7 Fehlalarme, 5 Nachbarschaftliche Hilfen und 2 sonstige Einsätze

2014
Neues Hubrettungsfahrzeug, zahlreiche Großbrände und Investitionen in die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen.
Seit diesem Jahr gibt es die Feuerwehrstrolche auch in Strick. „Stricken mit Herz“ übergibt, nach dem im letzten Jahr erfolgreich durchgeführten Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr, eine große Anzahl an „Strickstrolchen“
Das Jahr war geprägt von zahlreichen Großbränden. Dabei kam der Einsatzleitwagen 2 und die neue Teleskopgelenkmastbühne (TLK) mehrfach zum Einsatz und wurde angefordert.
So in Boffzen, Lauenförde und Holzminden. Seine Bewährungsprobe hatte die neue TLK allerdings in Stadtoldendorf. Bei einem Wohnhausbrand in der Heißen Straße kam das Fahrzeug zum ersten Mal in den Einsatz. Rund 200 Einsatzkräfte waren an diesem Einsatz beteiligt und konnten eine Brandausbreitung auf weitere Häuser in der Innenstadt von Stadtoldendorf verhindern.

Im August wurde das neue Hubrettungsfahrzeug, die Teleskopgelenkmastbühne aus dem Hause Bronto Skylift nach Stadtoldendorf überführt. Aufgebaut wurde das Fahrzeug von der Firma Ziegler. In Stadtoldendorf angekommen wurde sofort mit der umfangreichen Ausbildung der Bediener und Fahrer begonnen. Wie wichtig dieser Schritt war zeigte sich beim Brand in der Heißen Straße.
Im laufenden Jahr wurden zahlreiche Mitglieder der Ortsfeuerwehr, welche mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft im Hochwassereinsatz an der Elbe mit dabei gewesen waren, mit dem Hochwasserorden des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Es war im Jahr 2013 der erste Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft Holzminden bei einem derartigen Ereignis.
Die „Cold Water Challenge“ hält Einzug im Landkreis. Zahlreiche Feuerwehren im Land folgen den Einladungen und stellen ihre Kreativität unter Beweis. Leider auch ohne den ein oder anderen angebrachten Verstand. Sicherlich eine Aktion mit starker Außenwirkung, wenn man es richtig macht. Dies führte im Land zu einer ausgelassenen Diskussion mit Befürwortern und Gegner solcher Aktionen. Fest steht: die Feuerwehren waren Wochen land im Gespräch. Die Jugendfeuerwehr war mit ihren Zelten in Burhave zu Gast. Eine interessante Woch lag hinter den Jugendlichen. Mit dem neuen Hubrettungsfahrzeug wurde eine Präsentationstour durch den Landkreis gestartet. So war man beim Tag der offenen Tür in Holzminden und in Polle vor Ort. In der Samtgemeinde wurde das Fahrzeug ebenso allen Ortsfeuerwehren, wie auch der Bevölkerung, vorgestellt.

2015
50 Jahre Jugendfeuerwehr Stadtoldendorf, Großbaustelle und über 100 Einsätze im laufenden Jahr.
Bestätigung in ihren Ämtern. Das Führungsduo Ortsbrandmeister und Stellvertreter führen nach sechs Jahren ihre Ämter weiter. Die geheime Wahl wurde am letzten Dienstabend, im vergangenen Jahr durchgeführt. Im Frühjahr wurde die Amtszeit für weitere sechs Jahre durch den Samtgemeindebürgermeister mit Urkunde bestätigt.
So viele Einsätze wie in diesem Jahr hatte die Feuerwehr Stadtoldendorf seit ihrer Gründung noch nicht. Und es lag nicht an Unwetter- oder Sturmeinsätzen. Zahlreiche Brände forderten die Feuerwehr landkreisweit heraus und das neue Hubrettungsfahrzeug wurde dazu regelmäßig angefordert und unterstützte die Einsatzkräfte vor Ort. Das Ausrücken vom Hof der Feuerwache war aber teilweise nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Im Rahmen der Sanierung des Kanalsystemes auf der Neuen Straße und für die Verbesserung des Hochwasserschutz wird einiges getan. Dazu musste die Feuerwehr für mehr als vier Wochen in eine Notunterkunft ziehen. Die Fa. Eilers stellte der Samtgemeinde dafür eine Halle zur Verfügung. Platz war genug vorhanden und richtig gut für die Feuerwehr nutzbar. Aber auch während der weiteren Arbeiten stellte sich das Ausrücken von der Neuen Straße als schwierig heraus. Frühe Absprachen und Informationen von Seiten des Bauträgers wären schön gewesen.
Aber nicht nur die Feuerwehr zog in eine Notunterkunft. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde im Jahr mehrmals alarmiert, um für hunderte Flüchtlinge Notunterkünfte in Bodenwerder und Delligsen aufzubauen. Leider fehlte es an frühzeitigen Informationen und Umsetzungen von Seiten der Landkreisverantwortlichen. Nicht das man es nicht gerne macht, aber befehlsmäßig immer am Wochenende ehrenamtlich tätig zu sein, kann schon frustieren.

Unsere Jugendfeuerwehr wurde 50 Jahre alt und man sieht es ihr nicht an. Mit einem großen Jubiläumszeltlager auf dem Zeltplatz am Freibad feierten wir ausgelassen und mit viel Spaß. Alle unsere Freunde waren da und auch das Wetter konnte uns nichts anhaben.

Die nächsten Schritte zur Beschaffung eines Hilfeleistungslöschfahrzeug wurden in die Wege geleitet. Die Interschutz 2015 diente als ein Teil des großen Ganzes, wo man sich direkt vor Ort über die aktuelle Fahrzeugtechnik informieren konnte. Weiterhin wurde durch die KWL eine Vergleichsvorführung durchgeführt. Hierbei konnten die Hersteller ihre Vorteile erklären und versuchen zu überzeugen. Wenn es gutläuft, steht 2016 eine neues HLF im Feuerwehrhaus in Stadtoldendorf und ersetzt damit dann zwei vorhandene Fahrzeuge.

2016
Einsatzreich, viel Ausbildung und ein neues Fahrzeug. Das Jahr 2016 verlässt uns ereignisreich. Das Jahr war wieder gespickt mit zahlreichen bekannten und regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen und Ausbildungen. Zum Schutz und zur besseren Wahrnehmung ihrer Aufgaben, wurde in diesem Jahr die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger intensiviert. Hierbei stand das Atemschutznotfalltraining im Vordergrund. In zweimonatlicher Ausbildung wurden die Themenkomplexe rund um den Notfall vertieft und praktisch umgesetzt. Bei einem Notfall ist es wichtig den betroffenen Atemschutzgeräteträger schnell und unkompliziert zu helfen. Diese wird in den nächsten Jahen weiter gestärkt und vertieft. Die Jugendfeuerwehr fuhr dieses Jahr ins Zeltlager an die Nordsee, genauer nach Tönning. Dort wurde die befreundete Jugendwehr besucht und man erhielt viel Unterstützung.

Die Alters- und Ehrenabteilung ist ebenso wieder aktiv durch das Jahr gekommen. Die Kameraden Wilfrid Kampioni und Gerd Hanke werden für 50 jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt. Die Kameraden Kurt Rohrmann und Rudolf Meier sogar für 70 Jahre im Dienst für die Feuerwehr. 240 Jahre Feuerwehr sind damit wahrlich ein Grund zu feiern.

Leider musste sich die Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf auch von zwei angesehenen und sich verdient gemachte Kameraden verabschieden. Willi Klingenhagen bekannt durch seine ruhige Art und durch die Weihnachtskrippe in der evangelischen Kirche. Immer zur Stelle wenn es etwas zu tun gab in der Feuerwehr. Der Zweite von uns gegangener ist der Ehrengemeindebrandmeister Herbert Pessarra. Ein Leben für die Feuerwehr, auch bis ins hohe Alter und in politischen Gremien. Wir werden die Beiden in ehrenvollem Gedenken bewahren.
Im Juli kam das ZDF zu Dreharbeiten auf die Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf zu. Aufgrund eines alten Beitrages über Drohnen in der Feuerwehr sollte ein neuer Beitrag für das Magazin PUR+ gedreht werden. Mit Unterstützung eines Kameraden aus Boffzen, welcher eine „Profi-Drohne“ besitzt und der JUH, wurde am Giesenberg ein professioneller Beitrag gedreht.
Im September war es dann soweit. Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) wird bei der Firma Rosenbauer abgeholt und trifft in Stadtoldendorf ein. Mit diesem Fahrzeug, welchem zahlreiche Baubesprechungen vorausgingen, wurden der Rüstwagen 1 und das Tanklöschfahrzeug 16/24 ersetzt. Bei der Fahrzeugübergabe wurde das Fahrzeug der Öffentlichkeit ausgiebig vorgestellt und die Vorteile des HLF 20 dargestellt. Das Tanklöschfahrzeug versieht im Übrigen seinen Dienst nun bei der Ortsfeuerwehr Arholzen und verstärkt dort den Zug „Deensen, Schorbon, Arholzen“ mit einem wasserführenden Fahrzeug.
Der Rüstwagen wird auch weiterhin in der Samtgemeinde genutzt. Die Ortsfeuerwehr Eschershausen sonderte einen Anhänger dafür aus und die Gerätschaften werden nun im „neuen Gerätewagen“ transportiert. Das die beiden Fahrzeug weiterhin genutzt werden war im Vorfeld so allerdings nicht besprochen worden. Es kommt ein wenig Unglaubwürdigkeit auf und das Gefühl ein wenig hintergangen worden zu sein.

Für das Jahr 2017 wurde eine weitere Neuanschaffung eines Fahrzeuges vorangetrieben. Die erfolgreiche Ausschreibung und Auftragsvergabe für einen neuen Einsatzleitwagen 1 (ELW 1) wurde gefertigt. Damit wird der immer wichtiger werdenden Einsatzdokumentation bei der Feuerwehr Rechnung getragen und die Führungsfähigkeit der Ortsfeuerwehr gestärkt.

Die Einsätze waren in diesem Jahr nicht ganz so zahlreich, aber dennoch fordernd und ein ständiger Begleiter. 75 Einsätze kamen am Jahresende zusammen. Tragehilfen, Einsätze mit Beteiligung von Öl und tierische Einsatzanforderungen bestimmten das Jahr.

Zum Jahresende klettert der Mitgliederbestand wieder leicht. Alters-u. Ehrenabteilung 21, Einsatzabteilung 78, Jugendfeuerwehr 29, Kinderfeuerwehr 28 und fördernde Mitglieder 402.
Einsatzzahlen im laufenden Jahr: 75

2017
Einsatzreiche Großbrände, Vertiefung der französischen Partnerschaft, neue „Gemeindebrandmeister“ und ein wenig Unruhe in der Ortsfeuerwehr.

Das Jahr 2017 war wieder Einsatzreich. Zum Jahresende verzeichnete die Stastistik wieder rund 100 Einsätze mit Beteiligung der Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf. Dabei waren zahlreiche Großbrände in Arholzen und Mainzholzen. Ebenso der lang andauernde Unwetter- und Hochwassereinsatz in der Samtgemeinde. Alle Wehren der Samtgemeinde waren im Sommer im Einsatz, um den Wassermassen zu trotzen. Stark betroffen waren die Ortschaften Scharfoldendorf und Eschershausen, wo die Lenne versuchte über die Ufer zu treten. Dies konnte aber verhindert werden.

Zahlreiche Übungen wurden im innerhalb der Ortswehr allein, im Zugverband mit Lenne oder aber auch innerhalb der Samtgemeinde und auch Kreisweit durchgeführt. Dabei eine groß angelegte Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft in Deensen. Ebenso eine Übung (Zugunglück) oberhalb von Bevern. Hierbei kam der nun in Stadtoldendorf stationierte Bahnrettungssatz und weitere Einsatzkräfte zum Einsatz. Der Bahnrettungssatz wurde nun in Stadtoldendorf stationiert, da die Wehr verkehrsgünstig mitten an der Bahnlinie von Kreiensen nach Höxter liegt.

Nach mehr als 39 Jahren geht aber auch eine Ära zu Ende. Der Einsatzleitwagen 2 des Landkreises ist nicht mehr in Stadtoldendorf stationiert und wird auch nicht mehr mit Stadtoldendorfer Personal besetzt. Zum einen haben sich in der Vergangenheit immer weniger Einsatzkräfte aus Stadtoldendorf bereit erklärt das Fahrzeug im Einsatzfall zu besetzen und zum anderen gab es nach dem Bau einer neuen Fahrzeughalle an der FTZ in Holzminden nun eine andere Unterbringungsmöglichkeit. Im Einsatzfall sind mehr Angehörige der Führungsunterstützungsgruppe rund um Holzminden verfügbar, als das in Stadtoldendorf der Fall gewesen wäre.

Ebenso gibt es eine Veränderung innerhalb der Führung der Samtgemeindefeuerwehr. Nach zwei Wahlperioden gibt Ulrich Müller sein Amt als stellvertretender Gemeindebrandmeister ab. Es kommt zu Neuwahlen und Dascho Wehner folgt Ulrich als neuer stellv. Gemeindebrandmeister. Zuvor war er bereits mehrere Jahre der dritte Stellvertreter.

Der Feuerwehrnachwuchs war in diesem Jahr wieder fleißig und hat die freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Jugend – und Kinderfeuerwehren ausgebaut. So gab es wieder ein Kreiszeltlager im sachsen-anhaltinischen Zichtau. Eine schöne Woche bei widrigen Wetterverhältnissen.

Der Oktober wurde zur Vertiefung der französischen Freundschaft mit La Montagne genutzt. Eine Abordnung von 16 Personen fuhr mit mehreren Fahrzeugen in die Bretagne, um unsere Feuerwehrfreunde bei einem regionalen Feuerwehrtag in La Montagne zu besuchen. Die Überraschung war gelungen und wir beteiligten uns mit einem Stand und unterstützten die Kräfte vor Ort bei Aufbau und Abbau. Ein tolles Wochenende der lange in Erinnerung bleiben wird.

Die zum Jahresende geplante Auslieferung des neuen Einsatzleitwagen 1 verzögert sich und wird zum Jahresanfang 2018 erfolgen. Der Weg bis Kassel ist kurz und alle freuen sich auf die Verbesserung im Einsatzleit- und Führungsdienst innerhalb der Ortswehr.

Zum Ende des Jahres gab es dann noch eine Personalveränderung. Nach 22 Jahren gibt Walter Schwannecke sein Amt als Gruppenführer der Gruppe 3 (Hubrettungsfahrzeug) aus persönlichen Gründen ab. Sein Nachfolger wird Michael Steinführer (Peters).

2018
Wieder eine Neuzugang innerhalb der Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf: Der neue Einsatzleitwagen aus Kassel findet seinen Weg in die Homburgstadt. Genauer eine Einsatzleitwagen 1. Hierbei handelt es sich um ein Führungsfahrzeug für Einsätze im kleinen oder mittleren Umfangs (Gruppen- oder Zugeinsätze). Nun können mit adäquater Technik alle Einsätze dokumentiert und unterstützt werden. Das Fahrzeug fährt ab sofort zu jedem Einsatz mit raus.
Die Einsatzzahlen steigen erneut zu einem Höhepunkt. 107 Einsätze fordern die Angehörigen der Ortswehr. Zahlreiche Tragehilfen für den Rettungsdienst, Sturmtief Frederike und Großbrände in der Samtgemeinde. Zum Jahresende wird das Hubrettungsfahrzeug mehrfach nach Holzminden angefordert, da die dortige Drehleiter ausgefallen war. Eine Reparatur wurde, aufgrund der kurz bevorstehenden Neuanschaffung, nicht mehr in Betracht gezogen.
Unsere diesjährige Blaulichtmeile war wieder ein Publikumsmagnet und Jung und Alt füllten wieder das Ausstellungsgelände, auf welchem sich fast alle Hilfsorganisationen mit Gelb- oder Blaulicht zeigten. Auch war eine Abordnung aus La Montagne zum Gegenbesuch vor Ort und präsentierte sich als äußerst tatkräftige und kommunikative Truppe. Danke an unsere Gäste.
Ein Fahrzeugwechsel innerhalb der Samtgemeinde wird durchgeführt. Unser alter „ELW“ Fiat Ducato wird durch den ehemaligen „MTW“ aus Eschershausen ersetzt. Dort wurde ein neues Fahrzeug angeschafft und aufgrund der großen Anzahl Jugendlicher und Kinder in Stadtoldendorf sind nun zwei Mannschaftstransportwagen (MTW) in Stadtoldendorf stationiert.
Zeltlager der Jugendfeuerwehr mit weiteren befreundeten Jugendfeuerwehren auf dem Wasserübungsplatz in Barme (Dörverden). Eine schöne Woche bei sehr warmen Temperaturen. Gut das man jeden Tag schwimmen gehen konnte.
Ein Wechsel in der Führung der Jugendfeuerwehr wird vollzogen. Kündigte es sich im vergangenen Jahr bereits an, so ist Nils Helmer seit September der neue Jugendwart des Stadtoldendorfer Nachwuchses. Enno Walter geht damit nach mehr als 22-einhalb Jahren und hinterlässt ein sehr gut bestelltes „Feld“.
Die Jugendfeuerwehren der Samtgemeinde führen ihr erstes „24-Stunden Aktiv“ Wochenende durch. Ein voller Erfolg und schön zu sehen, wie alle zusammen arbeiten und wie groß der Wissensstand unserer Jugendlichen ist. das zweite „24-Stunden Aktiv“ Wochenende wird in 2020 durchgeführt.
Die Internetseite wurde überarbeitet und steht seit August im neuen Design zur Verfügung. Damit ist die Feuerwehr wieder auf dem Stand und präsentiert sich zukunftsorientiert. Auch bei Instagram ist die Feuerwehr nun vertreten.
Auch sportlich ist die Feuerwehr dieses Jahr unterwegs gewesen. 24 Stunden mit dabei beim 24 Stunden Lauf im Jahn Stadion. rekordverdächtige 230 Kilometer oder 586 Runden wurden durch die teilnehmenden Feuerwehrangehörigen erlaufen. Unsere Jugend war maßgeblich daran beteiligt.
„Storch 2018“. Große Zwei-Tages-Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaften aus Hildesheim und Northeim. Auch die Kreisfeuerwehrbereitschaft war in Lamspringe mit von der Partie.
Rücktritt des Gruppenführer der Gruppe 1, Michael Krell, aus beruflichen Gründen. Ein Nachfolger kann zum Jahresende noch nicht gefunden werden. Deshalb übernimmt der Zugführer Sascha Hartmann kommissarisch die Leitung der Gruppe.
Zum Jahresende wurde auch der Feuerwehrbedarfsplan durch den Samtgemeinderat und dem Kreis genehmigt. Damit wird die Grundlage gelegt, wie die Feuerwehr der Samtgemeinde in Zukunft aussehen soll und wieviel Feuerwehr sich die Samtgemeinde leisten will. Bei umsichtiger und vernünftiger Planung der Feuerwehr kann damit die Sicherheit der Bevölkerung in der Region gehalten und sogar verbessert werden.
Mitgliederbestand zum Jahresende: 74 Aktive, 19 Kinderfeuerwehr, 29 Jugendfeuerwehr und 22 Altersabteilung

2019