Dauerregen führt zur Sonderlage in der ganzen Region

Datum: 23. Dezember 2023 um 10:18 Uhr
Alarmierungsart: FK Groß, FK OrtsBM Erkundung
Dauer: 8 Stunden 12 Minuten
Einsatzart: TH 
Einsatzort: Altsamtgemeinde Stadtoldendorf
Einsatzleiter: ZgFhr Stadtoldendorf
Mannschaftsstärke: 35
Fahrzeuge: ELW1 , LF20 , HLF20 , MZF , MTW (1) 
Weitere Kräfte: Bauhof der Stadt, JUH Logistik, OF Lenne, OF Wangelnstedt, Samtegemeindebürgermeister


Einsatzbericht:

In den Nachrichten wird im Land Niedersachsen über die sich immer weiter verschärfende Wetterlage gesprochen und berichtet. So auch im Landkreis Holzminden und in Stadtoldendorf.

Auch die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf waren oder sind zweitweise im Einsatz gewesen.
Alles begann in Stadtoldendorf mit der ersten Erkundung am Vormittag des 23.12.. Hier wurde in Absprache mit dem Stadtdirektor der Eberbach begutachtet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
Zusammen mit dem Bauhof wurde als Präventivmaßnahme die Hochwasserschutzwand ausgebaut. Mehrere Elemente dieser Wand wurden gestapelt und ordnungsgemäß verbaut. Bis lang blieb der Eberbach in seinem Flussbett.

Nach und nach entwickelte sich die Wetterlage aber weiter und zahlreiche Anrufe gingen bei der Kooperativen Rettungsleitstelle in Hameln ein. In Stadtoldendorf, wie in vielen anderen Gemeinden, wurde für die Feuerwehr die sog. „Sonderlage“ ausgelöst. Das Feuerwehrhaus wurde besetzt und dort eine Einsatzleitung eingerichtet.

Alle anfallenden gemeldeten oder gesichteten Einsatzstellen, in der Altsamtgemeinde Stadtoldendorf, wurden nun von der Neuen Straße aus koordiniert.

Insgesamt wurden bis in den Abend hinein, rund 13 Einsatzstellen bearbeitet, bzw. an den Stellen unterstützt. Ein größerer betroffener Bereich war am späten Nachmittag in Wangelnstedt zu verzeichnen. Volllaufende Keller, überschwemmte Straßen aufgrund verstopfter Übergangswege und Transport von Sandsäcken an die Einsatzstellen.
Neben den Unwetter-Einsatzstellen waren in Stadtoldendorf auch ein Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsstoffen an der Braaker Straße sowie eine größere Verunreinigung auf einem Supermarktparkplatz zu bearbeiten.
Durch mehrere Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft Holzminden wurden in Holzminden Sandsäcke befüllt und den betroffenen Ortswehren mit Logistikfahrzeugen zugeliefert. In Stadtoldendorf wurden die rund 500 Sandsäcke zur weiteren Verteilung zunächst bei Fa. Helmer trocken eingelagert. Von dort aus erfolgt dann die notwendige Verteilung im Bereich der Altsamtgemeinde Stadtoldendorf zu den betroffenen Stellen.
Gegen 18:30 konnten die Einsatzkräfte aus Stadtoldendorf, welche durch Kräfte aus Lenne und Wangelnstedt unterstützt worden waren, den langen Einsatz beenden.

Neben der am Standort Stadtoldendorf eingerichtet Einsatzleitung wurde dort auch ein Verpflegungspunkt für die Einsatzkräfte eingerichtet. Hier konnten sich alle Personen in den Pausen aufwärmen und entsprechend stärken.

Weitere Maßnahmen werden aufgrund der angespannten Wetterlage sicherlich folgen.

Hoffen wir einmal darauf, dass die Bescherung und der Festabend im Kreise aller Familienangehörigen stattfinden kann. Die Feuerwehr ist dennoch wachsam und jederzeit einsatzbereit.