Unwettereinsätze zu Orkan „Friederike“

Unwettereinsätze zu Orkan „Friederike“

Datum: 18. Januar 2018 
Alarmzeit: 13:15 Uhr 
Alarmierungsart: FK Groß 
Dauer: 7 Stunden 
Art: TH  
Einsatzort: Stadtgebiet 
Einsatzleiter: Gruppenführer Gruppe 1 
Mannschaftsstärke: 29 
Fahrzeuge: ELW1 , LF20 , HLF20 , LF16TS , MTW (2)  
Weitere Kräfte: Bauhof, Ordnungsamt, Stv. Gemeindebrandmeister 


Einsatzbericht:

Das Orkantief „Friederike“ hat auch in der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf am Donnerstag seine volle Kraft entfaltet und für dutzende Einsätze der Feuerwehren gesorgt. Zahlreiche Straßen und Wege sind auch am Tag danach noch unpassierbar und müssen nach einer allgemeinen Schadenaufnahme erst einmal wieder hergerichtet werden. Auch unzählige Dächer erlitten teils große Schäden, wurden abgedeckt und dadurch teils stark beschädigt. Für die Freiwillige Feuerwehr Stadtoldendorf sowie umliegende Ortsfeuerwehren gab es am Donnerstag ein breites Einsatzspektrum abzuarbeiten. Gegen 20.00 Uhr am Donnerstagabend konnte die tagsüber aufgebaute Bereitschaft beendet werden. Schon um 13.15 Uhr wurde der Einsatzleitwagen Stadtoldendorf alarmiert und richtete eine örtliche Einsatzleitung am Feuerwehrgerätehaus ein.

Gerade einmal 20 Minuten später machte es die akute Gefahrenlage dann erforderlich, die Großschleife zu ziehen und damit die gesamte Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf zu alarmieren. Die Einsatzfahrzeuge wurden besetzt und erhielten vom Einsatzleitwagen ihre Aufträge, die es schließlich abzuarbeiten galt. Unter anderem waren in der Straße „Am Kantorgarten“ in Stadtoldendorf gleich mehrere Bäume umgeknickt und mussten durch die Feuerwehr mit Motorsägen beseitigt werden, auch am Mühlenanger sorgte eine große Fichte für Schaden und musste am Abend noch beseitigt werden – bereits am Nachmittag wurde die Straße aufgrund akuter Gefahr für den Verkehr gesperrt. Leider musste festgestellt werden, dass sich vereinzelte Verkehrsteilnehmer nicht an diese Absperrungen hielten und damit sich selbst und womöglich auch andere in Gefahr brachten.

In vielen weiteren Fällen galt es, entwurzelte Bäume zu beseitigen oder herabgestürzte Dachziegel beiseite zu fegen. Auch Fassadenteile von Gebäuden wurden beiseite geräumt, ebenso wie abgeknickte Äste. Weitere Einsatzorte befanden sich auch im Grasweg, wo ein umgestürzter Baum auf den Bahnschienen gelegen hatte oder in der Nähe vom Schützenhaus Mittendorff’s Park, dessen Zuwegung gleich durch mehrere Bäume nicht mehr passierbar war. Auf der Kreisstraße zwischen Schießhaus und Schorborn stürzten gleich dutzende Bäume auf einmal um und legten sich quer über die Straße. Mittendrin ein Postzusteller, der auf einmal weder vor noch zurück kam und später von der Feuerwehr gerettet werden musste. Am Bahnhof in Deensen wurde eine Firmenhalle abgedeckt, das Dach legte sich auf die Bahnschienen, die aber ohnehin zu diesem Zeitpunkt bereits gesperrt waren. Die Deutsche Bahn stellte bereits am Mittag ihren Fahrbetrieb ein.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben alle Lagen so gut es geht abgearbeitet, immer im Fokus dabei die Gefahrenabwehr bei Fußgängern und Verkehrsteilnehmern und natürlich die eigene Sicherheit. Am Abend gegen 20.00 Uhr wurde die seit Mittag bestehende Einsatzbereitschaft aufgelöst, nachdem sich die Wetterlage am Nachmittag bereits allmählich wieder beruhigt hatte. Insgesamt wurden 31 Einsätze absolviert, in der Nacht zu Freitag blieb es glücklicherweise ruhig.