Tradition und Gegenwart: 40 Jahre Altersabteilung Stadtoldendorf

Tradition und Gegenwart: 40 Jahre Altersabteilung Stadtoldendorf

„Wir sind stolz, ein Teil dieser Ortsfeuerwehr zu sein“. Mit diesen Worten begrüßt Gruppenführer Klaus Henze die zahlreichen Besucher im Feuerwehrhaus zum großen Jubiläum der Alters- und Ehrenabteilung Stadtoldendorf. 40 Jahre besteht sie in diesem Jahr, 1979 wurde sie gegründet. In ihr sind Kameraden, die entweder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im Einsatzdienst stehen oder aufgrund der Altersgrenze von derzeit 67 Jahren keinen aktiven Dienst mehr versehen. Zwei der damaligen Gründungsmitglieder gehören ihr heute noch an, einmal im Monat finden die Dienstabende statt.

In seiner Laudatio anlässlich des 40-jährigen Bestehens nahm der Regierungsbrandmeister Wolfgang Brandt, in Stadtoldendorf selbst viele Jahre lang bereits in der Feuerwehr, Bezug auf das Motto des Landesfeuerwehrbandes, Tradition und Gegenwart. Auch der Kamerad Wilhelm Allerkamp hatte sich einst dieses Motto zu Eigen gemacht, betitelte er es noch als „Tradition und Fortschritt“. Im Jahr 1979 wurde die heutige Alterswehr durch ihn nach Erreichen seiner Altersgrenze gegründet. „Er hatte erkannt, dass die Feuerwehr nicht nur aus der Jugend besteht, sondern auch ihre Wurzeln in der Geschichte hat“, so Brandt. 1979 lag die Altersgrenze noch bei 60 Jahren, somit war der damalige Feuerwehrmann schon früher nicht mehr im aktiven Dienst.

Spätestens nach der Insolvenz der Weberei Kübler 1982 wuchs die Mitgliederzahl der Feuerwehr, auch finden einige der bis dato in der Werkfeuerwehr tätigen Kameraden in der Alterswehr ihr neues zuhause. Kameradschaft wurde schon damals großgeschrieben, denn die übergetretenen Kameraden werden alle mit offenen Armen in die Feuerwehr aufgenommen. Auch heute noch der Zusammenhalt besonderes. „Ihr seid eine verdammt eingeschworene Gemeinschaft“, lobt Brandt die hervorragende Arbeit in der Alterswehr heute und bescheinigt der Gruppenführung durch das Duo Klaus Henze und Walter Blümel damit eine großartige Arbeit. „Allein dafür zu sorgen, die verschiedenen Charaktere unter einen Hut zu bringen, davor ziehe ich meinen Hut“, so Brandt. Wer noch etwas mehr über die Geschichte der Altersabteilung erfahren möchte, der wird an dieser Stelle in einem früheren Bericht fündig.

Grußworte und viele Glückwünsche

Ein Hobby, eine Leidenschaft, ein Engagement: Ortsbrandmeister Jens Siebeneicher lobt die hervorragende Arbeit der Altersabteilung in den vergangenen Jahren: „Ihr habt die Feuerwehr Stadtoldendorf zu dem gemacht, was sie heute ist: Eine leistungsfähige Feuerwehr“. Er bedankte sich dabei nicht nur für die jahrzehntelange ehrenamtliche Pflichterfüllung und Treue zur Feuerwehr, sondern auch für den Zusammenhalt der Abteilungen untereinander. In der Feuerwehr Stadtoldendorf ist es immerhin möglich, generationsübergreifend von sechs Jahren an bis „open end“ dabei zu sein, was hier auch gelebt wird. Allerdings bringe die Mitgliedschaft in der Alterswehr nicht nur Freude, denn erst kürzlich musste wieder von einem langjährigen, treuen Kameraden Abschied genommen werden. „Die Alterswehr ist nun einmal der letzte Lebensabschnitt eines Feuerwehrmannes, wo man von langjährigen Freunden auch Abschied nehmen muss.“

Glückwünsche und Lob für die Arbeit gab es vom Gemeindebrandmeister Frank Teiwes. „Wir Feuerwehrmänner sind froh, wenn wir später irgendwo hingehen können, dass es da noch etwas gibt“, spricht er auf die Zeit nach dem aktiven Feuerwehrdienst an. Die Altersabteilung leiste somit einen wichtigen Beitrag für die Gesamtheit der Feuerwehr. Grüße von Rat und Verwaltung überbrachte Bürgermeister Helmut Affelt. Die Feuerwehr sei einer von vielen Vereinen in Stadtoldendorf, aber einer von nur noch wenigen, die aktiv Seniorenarbeit leisten. Schließlich gelinge es in der Feuerwehr, dass auch die älteren Mitbürger ihren großen Erfahrungsschatz weitergeben können. Dabei würden sogar die Witwen ehemaliger Feuerwehrmitglieder und die weiteren Abteilungen eingebunden.

Klaus Henze wird für besondere Verdienste geehrt

Der Kreisbrandmeister Jens Heinemeyer beglückwünschte ebenfalls die Kameraden und hatte auch noch eine ganz besondere Ehrung im Gepäck. Für besondere Verdienste in der Feuerwehr- bzw. Feuerwehrverbandsarbeit verlieh er Klaus Henze die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze. Klaus Henze war Gruppenführer in der Einsatzabteilung von 1974 bis 1982 sowie von 1986 bis 1990, ist seit 2008 Gruppenführer der Altersabteilung und seit 2019 Ehrenmitglied der Feuerwehr Stadtoldendorf.

Die Jubiläumsveranstaltung klang am Abend bei munterer Musik vom Feuerwehr-Musikzug Grünenplan, so manchen Geschichten über frühere Zeiten sowie einem reichhaltigen Imbiss aus. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die Posten des Gruppenführers sowie des Stellvertreters in neue Hände gegeben. Dazu an dieser Stelle mehr.

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