Viele Einsätze, Ausbildungsstunden und Beförderungen bei der Ortsfeuerwehr

Viele Einsätze, Ausbildungsstunden und Beförderungen bei der Ortsfeuerwehr

Auf stolze 20.000 Stunden Gesamtzeit für Ausbildung und Einsätze  im Jahr 2018 kann die Feuerwehrführung in Stadtoldendorf zurückblicken. „Es war wieder ein sehr bewegtes Jahr“, stellten das Ortsbrandmeister-Gespann Jens Siebeneicher und sein Stellvertreter Michael Mundhenke im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung in ihrem Rückblick fest. 107 Einsätze hatten die 74 aktiven Mitglieder der Einsatzabteilung 2018 zu bewältigen, dazu noch 129 Ausbildungsdienste und damit als Spitzenwert bis zu 650 Stunden Ausbildungszeit für eine Person.

Nach neun Jahren anderenorts fand die Versammlung erstmalig wieder im Feuerwehrhaus statt. Ortsbrandmeister Jens Siebeneicher konnte hier zahlreiche Mitglieder sowie Gäste und Ehrengäste begrüßen, natürlich gab es im Rahmen der Versammlung auch zahlreiche Ehrungen und Beförderungen, über die wir an dieser Stelle sowie weiter unten im Text berichten.

Blaulichtmeile und der Feuerwehrbedarfsplan

Eines der Highlights des Jahres 2018 war für die Stadtoldendorfer Feuerwehr zweifelsfrei die gelungene Blaulichtmeile, die hunderte Besucher in die Homburgstadt lockte und mit einem vielseitigen Angebot überzeugte. „Was da geschah, übertraf unsere kühnsten Vermutungen. Wir wurden mit Besuchern förmlich überrannt“, stellte Jens Siebeneicher fest. Es war ein gelungener Tag und eine tolle Öffentlichkeitsarbeit für die Feuerwehr. Ebenfalls sehr gut an kam ein 24 Stunden Aktivtag für den Nachwuchs, bei dem einmal hautnah in den Alltag der Feuerwehr hineingeschnuppert werden konnte.

Weiterhin stellte der Beschluss des Feuerwehrbedarfsplanes einen großen Punkt für die Feuerwehr dar. Hierin festgeschrieben beispielsweise, in welcher Zeit wie viele Einsatzkräfte und Fahrzeuge am Einsatzort sein müssen und auch, welche Ausrüstung der Feuerwehr zur Verfügung gestellt werden muss (wir berichteten bereits an dieser Stelle darüber). Dabei bewertet wurde unter anderem die derzeitige Situation, auch für den Standort Stadtoldendorf. „Es bedarf einer grundlegenden Renovierung des Feuerwehrhauses in Stadtoldendorf – eine detaillierte Maßnahmenplanung mit Kostenschätzung hat zu erfolgen“, zitiert Siebeneicher aus dem Bedarfsplan und sandte damit einen deutlichen Appell an den Rat, hier schnellstmöglich tätig zu werden. Längst sind die Räumlichkeiten der Feuerwehr nicht mehr dem heutigen Stand entsprechend.

Auch die persönliche Schutzausrüstung (Jacken, Hosen, Helme, Handschuhe etc.) ist großes Thema, eine Investition von 70.000 Euro jährlich sieht der Feuerwehrbedarfsplan vor, durch eine Sonderzuweisung aus den letzten Jahren stehe der Samtgemeinde 2019 sogar ein deutlich höherer Betrag zur Verfügung. „Bitte überprüft unsere Einsatzkleidung hinsichtlich Wärmeübergang, Wasserdichtigkeit, Wasserdampfdurchgangswiderstand, Sichtbarkeit und Pflege und macht Trageversuche“, formuliert Siebeneicher eine klare Forderung gegenüber der Samtgemeinde und wünscht sich „das Beste hinsichtlich Tragekomfort, Schutz und Preis für meine Kameraden, denn nichts ist schützenswerter als ihre Unversehrtheit“, so der Ortsbrandmeister.

Mitgliederwerbung wird zunehmend wichtiger

Zwar haben die Feuerwehren in der Samtgemeinde gegenüber dem Vorjahr wieder an Mitgliedern gewonnen (583, Vorjahr 547, +36), dennoch haben die Nachwuchsarbeit und Mitgliedergewinnung hohe Priorität. „Die Feuerwehr muss für Jugendfeuerwehrmitglieder, aber auch für Quereinsteiger, attraktiv gehalten werden, um den Personalbestand zu sichern“, stellt Siebeneicher fest und wünscht sich, eine „Richtlinie zur Förderung des Ehrenamtes in der Feuerwehr“ als wertschätzendes Element zu erarbeiten und vom Rat der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf zu verabschieden. „Ich bin mal gespannt und hoffe ich darf daran mitarbeiten“, so Siebeneicher weiter.

Die Beförderungen in der Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf

Im Rahmen der Versammlung wurden die Kameraden David Borak, Marius Dorf und Luca Spintge zum Feuerwehrmann befördert, aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen wurden zusätzlich auch die Kameraden Lukas Keitel und Nico Melching. Die Kameraden Philip Müller und Marc Hesse wurden zu Oberfeuerwehrmännern befördert. Weitere Beförderungen: Daniel Bäcker, Patrik Schaper und Jasmin Schwannecke zum Löschmeister/in, Michael Steinführer und Saskia Walter zu Hauptlöschmeistern. Der Ortsbrandmeister Jens Siebeneicher wurde zudem zum Hauptbrandmeister, sein Stellvertreter Michael Mundhenke zum Oberbrandmeister und der Zugführer und Gruppenführer Sascha Hartmann zum Brandmeister befördert. Neben den Beförderungen gab es zudem noch zahlreiche Ehrungen, über die wir an dieser Stelle bereits berichtet haben.

Zahlreiche Grußworte der Gäste

Die Anwesenheitsliste des Abends liest sich wie das Who’s’Who der Samtgemeindefeuerwehr. Zum Abschluss der Jahreshauptversammlungen in diesem Jahr (jede Ortsfeuerwehr hat ihre eigene Versammlung) waren noch einmal viele Gäste aus Feuerwehrführung, Rat und Verwaltung erschienen. In ihren Grußworten dankten sie der Feuerwehr durchweg für ihr Engagement und die ständige Einsatzbereitschaft.

„Das ist schon etwas Wertvolles, was sie hier leisten“, stellte Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders fest. „Sie leisten ehrenamtlich hervorragende Arbeit, ich erkenne dies ausdrücklich an“, so der Verwaltungschef. Er verweist auf die Schräglage des kommunalen Haushaltes, bietet für Veränderungen zur Kleiderordnung wie vom Ortsbrandmeister angeregt aber ein Gespräch an, immerhin seien 140.000 Euro für neue Schutzausrüstung im Haushalt eingestellt worden. Die Samtgemeinde sei zudem derzeit dabei, an der Herausgabe einer Ehrenamtskarte zu arbeiten, so Anders weiter. Er sehe das Thema ebenfalls als wichtig an. „Allein in der Verwaltung und im Bauhof gibt es neun Mitarbeiter, die aktiven Dienst in der Feuerwehr leisten“, so Anders.

Bürgermeister Helmut Affelt zeigte sich angesichts der Berichte stolz, mit der Feuerwehr eine schlagkräftige Truppe zu haben. „Ich bin als Bürgermeister Stadtoldendorfs stolz wie Oskar“, gibt er an und verspricht, „wir tun alles Mögliche im Sinne der Ortsfeuerwehr Stadtoldendorf“. So möchte er dieses Jahr ein langes Versprechen einlösen, mit der Feuerwehr aktiv Mitgliederwerbung zu betreiben. „Wir haben große Hoffnungen, dass sich auch aus anderen Bevölkerungsteilen Menschen auch verstärkt in der Feuerwehr einbringen“, so Affelt und spricht damit insbesondere den großen Anteil an Stadtoldendorfer Mitbürgern mit osteuropäischen Wurzeln an.

Der Regierungsbrandmeister Wolfgang Brandt lobt die vielen erfolgreichen Einsätze der Ortsfeuerwehr, stellt aber auch die Frage in den Raum, „wo hört Ehrenamt auf und fängt Hauptamt an“? Angesichts der vielen ehrenamtlichen Stunden formuliert er den Auftrag, dass die Führungsarbeit der Feuerwehr von Bürokratismus entschlackt werden und es innerhalb der Verwaltung eine Stelle für administrative Angelegenheiten geben müsse.

Der Stv. Kreisbrandmeister Ralf Knoke berichtet von 1.339 Einsätzen im ganzen Landkreis Holzminden und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Die steigenden Zahlen machen auch einen hohen Ausbildungsstand erforderlich, so wurden 2018 11 Lehrgänge mit insgesamt 250 Teilnehmern allein auf Kreisebene durchgeführt. Auf Ebene der Samtgemeinde berichtet Gemeindebrandmeister Frank Teiwes von 215 Einsätzen und damit im Schnitt vier pro Woche. Auch seien die Mitgliederzahlen innerhalb der Samtgemeinde wieder leicht angestiegen.

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