Feuer Wohnung, Menschenleben in Gefahr (F2Y). Großeinsatz am Sonntag Abend in Stadtoldendorf

Datum: 25. Februar 2024 um 20:01 Uhr
Alarmierungsart: FK Groß, FK Logistik, FK Mittel
Dauer: 3 Stunden 14 Minuten
Einsatzart: FEU 
Einsatzort: Über der Mühle
Einsatzleiter: Stellv. OrtsBm Stadtoldendorf
Mannschaftsstärke: Gesamt 106 Personen
Fahrzeuge: ELW1 , TLK , HLF20 , MTW (1) , LF20KatS 
Weitere Kräfte: 3x stellv. Gemeindebrandmeister, Gemeindebrandmeister, JUH, Logistikgruppe Einsatzstellenhygiene, Notarzt, OF Arholzen, OF Heinade, OF Lenne, Polizei, Rettungsdienst LK HOL, Rettungsdienst LK HX, Stellv. Kreisbrandmeister LK HOL


Einsatzbericht:

Großeinsatz der Feuerwehren und Rettungskräfte in Stadtoldendorf.
Die Nachbarn eines Wohnhauses auf der Straße „Über der Mühle“ meldeten über den Notruf 112, dass in einem Nachbarhaus ein Brand ausgebrochen sei und Hilferufe zu hören seien.
Gemäß des Stichwortes wurde dann Großalarm in Stadtoldendorf ausgelöst, weitere Feuerwehren und die Einsatzhygiene der Samtgemeinde dazu beordert sowie mehrere Rettungswagen alarmiert.

Bei der Erkundung kam dem ersteintreffenden Einsatzleiter eine Person mit einem Hund aus dem Haus entgegen. Diese konnte mitteilen, dass eine Gasflasche in der Küche im Erdgeschoss brennen würde. Sofort kümmerte sich ein weiterer Feuerwehrangehörigen um die verletzte Person und um den Hund.

Die weitere Erkundung ergab einen Feuerschein in der Küche, welcher durch das Fenster von außen sichtbar war. Ein Zugang zum Brandraum war nur noch mit umluftunabhängigen Atemschutz möglich.
Die weiteren eintreffenden Kräfte bauten eine Wasserversorgung auf und konnten, unter Atemschutz, den Schwelbrand in der Küche schnell löschen. Zuerst wurde die Gasflasche mit einem Heizstrahler nach außen befördert und in einem Wasserfass gekühlt.
Zusätzlich wurden weitere Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräteträgern aus den Wehren Arholzen und Heinade sowie material von der Feuerwehrtechnischen Zentrale nachgefordert.

Im weiteren Verlauf wurde die Küche von Brandgut befreit und anschließend das Haus Etage für Etage rauchfrei gemacht. Dabei wurde auch nach möglichen weiteren Personen im Haus gesucht.
Das Feuer hatte sich räumlich nur in der Küche befunden. Der Rest des Hauses wurde aber durch den Rauch verunreinigt.
Um einen bessere Sicht an der Einsatzstelle zu gewährleisten wurden neben Leuchtmittel am Boden auch eine großflächige Beleuchtung über das Hubrettungsfahrzeug ausgebaut. Der Auftrag zur Anleiterbereitschaft von der Straßenseite aus wurde damit beendet.

Die eingesetzten Atemschutzgerätetragenden Personen wurden nach dem Einsatz dann durch die Logistikgruppe der Samtgemeinde, in einem Schnelleinsatzzelt, ordnungsgemäß entkleidet, um eine weitere Verschleppung von krebserregenden Partikeln und Stoffe auf der verschmutzten Kleidung auszuschließen.

Die verletzte Person wurde anschließend mit einem Rettungswagen aus dem Landkreis Höxter ins Krankenhaus nach Höxter verbracht. Die ebenso alarmierten Kräfte und Notarzt des Landkreisrettungsdienstes wurden durch die nachgeforderten Kräfte der Johanniter abgelöst und standen für Folgeeinsätze wieder zur Verfügung.

Der Hund des Besitzers wurde an Bekannte übergeben, welche über die sozialen Medien von dem Brand erfahren hatten.
Nach Begutachtung der Tatortgruppe der Polizei wurde das Brandobjekt beschlagnahmt.

Im Einsatz waren insgesamt rund 100 Einsatzkräfte verschiedener Wehren und Hilfsorganisationen.
Die Schadenshöhe ist nicht abschließend geklärt.