Schwere Diesellok verliert literweise Öl auf dem Bahnhofsgelände

Datum: 6. Dezember 2021 um 22:55
Alarmierungsart: FK Mittel
Dauer: 1 Stunde 35 Minuten
Einsatzart: TH 
Einsatzort: Bahnhofstraße
Einsatzleiter: OrtsBM Stadtoldendorf
Mannschaftsstärke: 19
Fahrzeuge: ELW1 , TLK , HLF20 , MZF , MTW (1) , LF20KatS 
Weitere Kräfte: Gemeindebrandmeister, Notfallmanger DB, Stv. Gemeindebrandmeister, Untere Wasserbehörde


Einsatzbericht:

Ein nicht alltäglicher Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Stadtoldendorf beschäftigte am späten Montagabend rund 25 Einsatzkräfte auf dem Bahnhofsgelände der Homburgstadt. Bei einer rund 22 Meter langen und 128 Tonnen schweren Diesellok stellten der Triebfahrzeugführer und sein Wagenmeister plötzlich massiven Austritt an Betriebsstoffen fest, als sie gerade dabei waren, die 12 voll mit Gips beladenen Waggons auf dem Bahnhof zu rangieren. Eine Weiterfahrt des insgesamt rund 1.000 Tonnen schweren Zuges war nicht mehr möglich, die Feuerwehr musste alarmiert werden.

Für den anschließenden Einsatz musste schließlich die gesamte Bahnstrecke vorübergehend für den Zugverkehr voll gesperrt werden, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Aufgrund der späten Uhrzeit gab es hier allerdings keinerlei Einschränkungen für den Personenverkehr. Nach Rücksprache mit einem Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie der Unteren Wasserbehörde wurde das bereits auf die Schienen ausgelaufene Öl mit Bindemittel gebunden, anschließend soll die Lok, die auch am Dienstag noch auf dem Güterbahnhof stand, durch die DB Cargo wieder instandgesetzt werden. Da der Einsatz in der Dunkelheit stattfand, wurde u.a. über das Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr die Ausleuchtung der Einsatzstelle vorgenommen. Eingesetzt wurden sechs Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, der Einsatz dauerte rund anderthalb Stunden.